Jüdisches Museum ehrt Maas und Kiefer | Aktuell Deutschland | DW | 16.11.2019
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Deutschland

Jüdisches Museum ehrt Maas und Kiefer

Ein Außenminister hat nicht nur schöne Termine. Der SPD-Politiker Heiko Maas schon gleich gar nicht. Aber jetzt erfuhr er an der Seite des Künstlers Anselm Kiefer eine besondere Ehrung. Und erlebte: einen schönen Termin.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und der Künstler Anselm Kiefer (Artikelbild rechts) sind vom Jüdischen Museum Berlin mit dem Preis für Verständigung und Toleranz ausgezeichnet worden. Maas habe sich fortwährend für ein vereintes Europa ausgesprochen und früh klare Worte im Kampf gegen Rechtspopulismus und Antisemitismus gefunden, erklärte das Museum. Eine Laudatio, die sich diejenigen hinter die Ohren schreiben können, die Maas für ein politisches Leichtgewicht halten.

Der so geehrte Politiker erklärte, die Gesellschaft müsse sich gegen Hass immunisieren, um die Wurzeln von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus zu kappen. Dabei komme dem Kampf gegen das Vergessen eine zentrale Rolle zu. Maas verwies auch darauf, dass Bund und Länder sich darauf verständigt hätten, bis zu 60 Millionen Euro für den dauerhaften Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aufzubringen. "75 Jahre nach der Befreiung ist es angebracht, ein Zeichen zu setzen, dass Deutschland auch in Zukunft zu seiner historischen Verantwortung steht, sagte Maas im Hinblick auf den Holocaust.

BdTD Frank-Walter Steimeier Ausstellung Die jungen Jahre der alten Meister (picture-alliance/dpa/M. Murat)

Bundespräsident Steinmeier sieht sich im Stuttgarter Museum das Gemälde "Heroisches Sinnbild VII" von Anselm Kiefer an

Im Falle des international renommierten Anslem Kiefer würdigte das Museum, dass der Künstler mit seinen monumentalen Arbeiten schon 1969 das Schweigen der Deutschen über den Nationalsozialismus und die Schuld am Holocaust gebrochen habe.

Auf der Museumsgala hielt die Publizistin Carolin Emcke die Laudatio auf Maas. Kiefer wurde durch den Autor und Filmemacher Alexander Kluge gewürdigt. Seit 2002 ehrt das Museum Persönlichkeiten, die sich für Menschenwürde, Völkerverständigung, Integration und das Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Kulturen einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Johannes Rau und Joachim Gauck, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Schauspielerin Iris Berben und der Unternehmer und SAP-Gründer Hasso Plattner.

ml/qu (dpa, KNA)

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