IWF senkt Konjunkturprognose | Wirtschaft | DW | 23.07.2019
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Wirtschaftswachstum

IWF senkt Konjunkturprognose

Der Handelsstreit zwischen Peking und Washington belastet die Weltwirtschaft. Die gute Nachricht: Für die Eurozone bleibt die Vorhersage unverändert. Die Prognose für Deutschland ist hingegen leicht eingetrübt.

OECD senkt Wachstumsprognose für Eurozone deutlich Symbolbild (picture-alliance/dpa/A. Heimken)

Kräne am Hamburger Hafen (Symbolbild)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt zunehmend skeptischer auf die globale Konjunktur. 2019 werde die Weltwirtschaft nur noch um 3,2 Prozent zulegen und nächstes Jahr um 3,5 Prozent, teilte der IWF mit. Die Institution muss damit ihre Prognose in diesem Jahr zum dritten Mal leicht senken. Im April hatte der Fonds noch mit einem Wachstum von 3,3 Prozent gerechnet.

Die jüngste Korrektur wird unter anderem mit dem Handelsstreit zwischen China und den Vereinigten Staaten begründet. Beide Länder haben Strafzölle gegeneinander verhängt. Zudem könnten durch US-Sanktionen globale Lieferketten durchbrochen werden, heißt es - offenbar eine Anspielung auf den Konflikt zwischen der US-Regierung und dem chinesischen Technologieunternehmen Huawei. Die Unsicherheit im Zuge des geplanten britischen Ausstiegs aus der Europäischen Union und die Spannungen in der Golfregion trüben ebenfalls die Perspektive.

Deutschland fällt leicht zurück

Die Wirtschaft in der Eurozone wird 2019 aus Sicht des IWF unverändert um 1,3 Prozent zunehmen. Für 2020 hebt der Fonds seine Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent an. Die Wirtschaft in Deutschland dürfte wegen schwächerer internationaler Nachfrage nach deutschen Produkten dieses Jahr um 0,1 Prozentpunkte langsamer wachsen, nämlich um 0,7 Prozent. Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF eine Zunahme um 1,7 Prozent. Hier spielt allerdings auch eine geänderte Definition des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit hinein.

Für die USA erhöhte der Fonds seine Vorhersage wegen des überraschend guten Jahresauftakts auf 2,6 (bisher 2,3) Prozent. Für 2020 werden weiterhin 1,9 Prozent erwartet. Im Hinblick auf China zeigt sich der IWF dagegen skeptisch: Die dortige Wirtschaft dürfte 2019 um 6,2 (bisher 6,3) Prozent und 2020 um 6,0 (6,1) Prozent zulegen.

jj/kle (dpa, rtr)

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