IWF fürchtet Folgen des US-Haushaltsstreits | Aktuell Wirtschaft | DW | 03.10.2013
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Aktuell Wirtschaft

IWF fürchtet Folgen des US-Haushaltsstreits

Der Internationale Währungsfonds sieht im Streit um die US-Schuldengrenze und den aktuellen Haushalt eine große Gefahr für die Weltwirtschaft. Die Europäer dürften in ihren Reformbemühungen nicht nachlassen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist skeptisch, dass sich die Weltwirtschaft in absehbarer Zeit erholen wird. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte am Donnerstag in Washington, die Lage in den Industrieländern habe sich zwar entspannt, doch nun hätten Entwicklungs- und Schwellenländer mit größeren Problemen zu kämpfen.

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US-Haushaltssperre und die Folgen

Die aktuellen Haushaltsprobleme der USA, so Lagarde, könnten auch die Weltwirtschaft gefährden. Es sei absolut nötig, die Frage der Anhebung der Schuldengrenze in den USA so schnell wie möglich zu klären. Gelingt keine Anhebung der Verschuldungsgrenze, sind die USA in zwei Wochen zahlungsunfähig.

Weniger konsolidieren, stärker reformieren

Weil die Politiker in der größten Volkswirtschaft der Welt sich nicht auf einen Haushalt einigen konnten, sind bereits Ausgabebeschränkungen in Kraft getreten. Lagarde wies darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum in den USA zuvor schon von einer "zu starken Haushaltskonsolidierung" verlangsamt worden sei.

Die Europäer mahnte Christine Lagarde, in ihren Reformbemühungen nicht nachzulassen, um möglichst schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückzufinden. Erfolgreiche gemeinsame Reformen könnten, so die IWF-Chefin, das Bruttoinlandsprodukt der betroffenen Staaten um 3,75 Prozent in fünf Jahren steigen lassen. Auch eine Umsetzung der Bankenunion sei unabdingbar.

dk/se (dpa/rtr)

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