Israel nimmt Hamas-Stellungen ins Visier | Aktuell Nahost | DW | 12.09.2021
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Nahost

Israel nimmt Hamas-Stellungen ins Visier

Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Es sollen Stellungen der radikal-islamischen Hamas getroffen worden sein.

Rafah, Gaza | Israel greift erneut Hamas im Gazastreifen nach Raketenbeschuss an

Betroffen von den israelischen Angriffen war unter anderen die Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens

Das israelische Militär teilte mit, es seien eine militärische Anlage mit unterirdischen Werkstätten zur Raketenherstellung, ein Waffenlager sowie ein Trainingslager der islamistischen Hamas angegriffen worden. Es war die zweite Nacht in Folge mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele. 

Die Lage an der Gaza-Grenze hatte sich zuletzt wieder aufgeheizt, es herrscht die Sorge vor einem neuen größeren Konflikt. Bei gewaltsamen Demonstrationen gab es Tote und Verletzte. Neben Raketenangriffen werden auch wieder vermehrt Ballons mit Brand- und Sprengsätzen aus Gaza auf israelisches Gebiet geschickt.

Vier Ausbrecher schnell wieder gefasst

Grund für die angespannte Lage ist auch die Festnahme mehrerer aus einem israelischen Hochsicherheitsgefängnis entflohener palästinensischer Häftlinge. Insgesamt waren sechs militante Palästinenser durch ein Loch in ihrer Gefängniszelle entkommen. Vier von ihnen wurden laut israelischer Polizei in einem arabischen Dorf nahe Nazareth im Norden Israels gefasst, wo sie sich versteckt hatten.

Palästinensische Häftlinge flüchten aus Gefängnis in Israel

Nach der Festnahme entflohener Palästinenser war es Mitte der Woche in der West Bank zu Protesten gekommen

Die Männer waren bereits verurteilt oder stehen im Verdacht, tödliche Angriffe auf Israelis geplant oder ausgeführt zu haben. Nach der Festnahme der entflohenen Häftlinge kam es zu Protesten in den Palästinensergebieten.

Eingestuft als Terrororganisation

Israel hatte zu Monatsbeginn eine Reihe von Erleichterungen umgesetzt, um die Lage am Gazastreifen zu beruhigen. In dem Gebiet am Mittelmeer leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen, auch, weil es eine Blockade gibt. Israel und Ägypten begründen die Maßnahmen mit Sicherheitserwägungen. Die dort herrschende Hamas fordert, dass die Blockade des Küstenstreifens komplett aufgehoben wird.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hatte sich im Mai einen elftägigen militärischen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat.

haz/fab (dpa, rtr)