Israel bombardiert wieder Ziele in Syrien | Aktuell Nahost | DW | 09.01.2018
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Syrien-Krieg

Israel bombardiert wieder Ziele in Syrien

Die angegriffenen Objekte lagen nordöstlich der Hauptstadt Damaskus. Ein Munitionslager der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah und der syrischen Armee ging in Flammen auf.

Israel Kampfjet F-35 (Getty Images/AFP/J. Guez)

Israelischer Kampfjet F-35

Kampfflugzeuge der israelischen Armee haben nach Angaben des syrischen Militärs mehrere Raketen auf die Gegend von Kutaife nordöstlich von Damaskus abgefeuert. Soldaten hätten den Angriff erwidert und dabei ein israelisches Flugzeug "getroffen". Eine der Raketen sei von der syrischen Luftabwehr zerstört worden, drei weitere hätten nahe einem Stützpunkt Schäden angerichtet, hieß es weiter.

Großer Sachschaden

Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihre Informationen von Aktivisten bezieht, erklärte, ein Munitionslager der Hisbollah und der syrischen Streitkräfte sei bei dem Angriff getroffen worden. Der Sachschaden sei groß. Nach Angaben der syrischen Armee wurden zudem zwei Boden-Boden-Raketen von den von Israel besetzten Golan-Höhen aus abgefeuert. Das Militär habe diese aber abfangen können.

Israelische Artillerie auf den Golanhöhen (Getty Images/AFP/J. Marey)

Im November hielten israelische Soldaten auf den Golan-Höhen an der Grenze zu Syrien ein Manöver ab

Die israelischen Streitkräfte äußerten sich wie üblich nicht zu den Angriffen. Die Luftwaffe bombardiert seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 immer wieder Ziele im Nachbarland. In der Regel geht Israel damit gegen Waffenlieferungen des Erzfeindes Iran an die libanesische Hisbollah-Miliz vor, die an der Seite der Truppen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad kämpft. Anfang Dezember bombardierten israelische Kampfflugzeuge ebenfalls Stellungen in der Nähe von Damaskus.

se/as (afp, dpa, rtr, ap)

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