IS-Chef in Afghanistan getötet | Aktuell Asien | DW | 26.08.2018
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"Islamischer Staat"

IS-Chef in Afghanistan getötet

Auch seine drei Vorgänger in Afghanistan waren durch Luftangriffe ums Leben gekommen. Jetzt traf es Abu Saad Arhabi bei einer koordinierten Luft- und Bodenoffensive auf IS-Stellungen in der Provinz Nangarhar.

Afghanistan | Angriff in Nangarhar (Getty Images/AFP//N. Noorullha)

Ein afghanischer Soldat bei einem Angriff auf IS-Aktivisten in der östlichen Provinz Nangarhar

Den Tod des Anführers der IS-Terrormiliz bestätigte der afghanische Geheimdienst NDS. Weiter heißt es in der Mitteilung, Saad Arhabi sei zusammen mit zehn seiner Anhänger im Bezirk Chogiani getötet worden. Zwei Camps des "Islamischen Staates" sowie Waffen und Munition seien zerstört worden. Unklar blieb, ob die Angriffe von der US-amerikanischen oder der afghanischen Luftwaffe geflogen wurden.

Afghanistan | Luftangriff in Nangarhar (Getty Images/AFP/W. Kohsar)

Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen in Nangarhar

2015 hatten IS-Dschihadisten damit begonnen, nach dem Irak und Syrien auch Afghanistan zu unterwandern. Bislang soll der IS in dem Land am Hindukusch allerdings nie mehr als 3000 Kämpfer gehabt haben. Lange Zeit war er laut Behörden-Angaben nur in den beiden ostafghanischen Provinzen Nangarhar und Kunar präsent. In den vergangenen Monaten weiteten IS-Aktivisten ihre Angriffe jedoch auf städtische Bereiche im ganzen Land aus. Afghanische Piloten und ihre westlichen Verbündeten intensivierten deshalb ihre schweren Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen.

Der Provinz-Gouverneur von Nangarhar sagte, Arhabi sei bereits der vierte IS-Anführer in Afghanistan gewesen. Die ärmliche Region an der Grenze zu Pakistan gilt als wichtiges Rückzugsgebiet der Dschihadisten. Im Juli 2017 hatte das US-Militär den damaligen IS-Chef Abu Sajed in der Provinz Kunar getötet.

se/as (dpa, afp, rtr)

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