Iran: Mullah-Regime richtet Nachwuchsringer hin
20. März 2026
Im Iran wurden am Donnerstag drei Männer hingerichtet, darunter den Ringer Saleh Mohammadi. Die Hingerichteten waren beschuldigt worden, während der Proteste im Januar zwei Polizisten getötet zu haben.
Sie wurden in der Stadt Qom südlich von Teheran gehängt, nachdem sie wegen des Kapitalverbrechens der "Kriegführung gegen Gott" verurteilt worden waren, berichtete die Justiz-Nachrichtenagentur Mizan.
Amnesty: "Keine angemessene Verteidigung"
Menschenrechtsgruppen erklärten, das Trio sei ohne fairen Prozess hingerichtet worden und habe unter Folter erzwungene Geständnisse abgelegt. Es waren die ersten Hinrichtungen, die der Iran im Zusammenhang mit den landesweiten Demonstrationen vollstreckt hat, die von den Behörden brutal niedergeschlagen worden waren.
Saleh Mohammadi galt als eines der größten Nachwuchstalente im iranischen Freistilringen und war bereits in jungen Jahren auf nationaler wie internationaler Bühne erfolgreich. Er war Mitglied der iranischen Nationalmannschaft und nahm für sein Land an verschiedenen internationalen Turnieren teil.
Laut Amnesty International hatte der damals 18-Jährige keine "angemessene Verteidigung" erhalten und war in einem beschleunigten Verfahren zu Geständnissen gezwungen worden, "die keinerlei Ähnlichkeit mit einem sinnvollen Prozess" hatten, so die Menschenrechtsorganisation.
asz/rb (AFP, newsweek.com)