Iran kann mit Millionenhilfe rechnen | Aktuell Welt | DW | 02.03.2020
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Coronavirus

Iran kann mit Millionenhilfe rechnen

Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterstützen den Iran im Kampf gegen das Coronavirus. Die Bundeswehr setzt ihre Ausbildungsmission im Zentralirak aus und Saudi-Arabien gibt die erste Infektion bekannt.

Iran Coronavirus (picture-alliance/AA/F. Bahrami )

Im Iran wird eine hohe Dunkelziffer an Ansteckungen befürchtet

Ein Flugzeug bringe in einer Eilsendung Ausrüstung für Labortests sowie weitere Ausstattung für Schutzanzüge und Handschuhe in den Iran, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Zudem sagten die drei Staaten etwa fünf Millionen Euro als "dringende zusätzliche finanzielle Hilfe" zu.

Das Geld wird den Angaben zufolge über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder andere UN-Organisationen zur Verfügung gestellt. Im Iran sind bereits rund 1500 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang starben mindestens 66 Menschen. Zudem wird eine hohe Dunkelziffer an Ansteckungen befürchtet.

Iran lehnte US-Hilfe ab

Von US-Präsident Donald Trump angebotene Hilfen lehnte der Iran ab. Bei den Äußerungen Trumps vom Wochenende handele es sich um "Propaganda", teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna mit.

Saudi Arabien Mekka Pilger (Getty Images/AFP/M. Al-Shaikh)

Jährlich kommen Tausende Pilger nach Mekka (Archivbild) - jetzt hat Saudi-Arabien die Grenzen geschlossen

Auch Saudi-Arabien gab die erste Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Der Patient sei aus dem Iran gekommen und über Bahrain in das Königreich eingereist, meldete die staatliche Agentur SPA unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Saudi-Arabien hatte in der vergangenen Woche bereits die Grenzen für Pilgerreisen in die für Muslime heiligen Städte Mekka und Medina geschlossen. 

Bundeswehr: Es gibt keinen Verdachtsfall

Im Zentralirak hat die Bundeswehr ihre gerade erst wieder aufgenommene Ausbildungsmission als Vorbeugung gegen das neuartige Coronavirus für 14 Tage ausgesetzt. Die Entscheidung habe der Kommandeur der Anti-IS-Koalition ("Operation Inherent Resolve") getroffen, sagte ein Sprecher. Damit ruht der Ausbildungsbetrieb im Militärkomplex Tadschi bei Bagdad seit Sonntag, während Ausbildungen im nordirakischen Erbil weitergehen. Einen Verdachtsfall wegen möglicher Infektionen deutscher Soldaten oder ihrer Kontaktleute im Zentralirak gibt es demnach aber nicht. Die Ausbildung im Zentralirak war bereits im Januar in Folge der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ausgesetzt worden.

nob/uh (afp, dpa, rtr)

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