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KonflikteIran

Iran droht USA: "Neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld"

21. April 2026

Wird es weitere Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran geben? Beide Seiten üben sich im Verhandlungspoker - und die Welt schaut auf US-Präsident Trump.

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Iran Teheran 2026 | Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in der Uniform der Revolutionsgarden, vor ihm mehrere Bildschirme
"Keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen": Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in der Uniform der RevolutionsgardenBild: Icana/ZUMA/IMAGO

Kurz vor dem Auslaufen einer Waffenruhe droht der Iran den Vereinigten Staaten mit einer Eskalation. "In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue militärische Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen", schrieb Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf im Onlinedienst X. Er bekräftigte zudem, Teheran akzeptiere "keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen".

Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an neuen Friedensgesprächen getroffen. In den USA wird indes die Abreise einer Delegation unter Führung von Vizepräsident JD Vance nach Pakistan erwartet. In der dortigen Hauptstadt Islamabad sollen mögliche neue Verhandlungen unter Vermittlung des Gastlandes stattfinden. Eine erste Gesprächsrunde vor rund einer Woche war ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Trump: Seeblockade bis zur Unterschrift

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gab sich im Sender Fox News zuversichtlich, dass ein "wirklich gutes Abkommen" geschlossen werde könne. US-Präsident Donald Trump teilte in seinem Onlinedienst mit, er werde an der Blockade iranischer Seehäfen und Schiffe festhalten, bis ein Deal mit dem Iran erreicht sei.

USA Washington D.C. 2026 | Pressesprecherin Karoline Leavitt bei einem Pressebriefing
Demonstrativer Optimismus: Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses (Archivbild)Bild: Andrew Leyden/ZUMA/IMAGO

Teheran wiederum knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen an die Aufhebung der US-Seeblockade. Die iranischen Revolutionsgarden riegeln ihrerseits weiter die Straße von Hormus für die Handelsschifffahrt ab. Weil vor dem Krieg rund ein Fünftel des global verbrauchten Erdöls durch die Meerenge verschifft worden war, stieg der Ölpreis infolge der iranischen Blockade zwischenzeitlich stark an.

EU-Außenminister suchen Beitrag zur Entspannung

Die verfahrene Lage im Nahen Osten beschäftigt an diesem Dienstag auch die Außenminister der EU-Staaten. Thema bei dem Treffen in Luxemburg soll vor allem sein, wie die Europäische Union zu einer Deeskalation der Spannungen beitragen kann. Aus Deutschland wird Bundesaußenminister Johann Wadephul zu den Beratungen erwartet, welche die EU-Außenbeauftrage Kaja Kallas leiten will.

Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet und dies mit einer Bedrohung durch das Raketenprogramm und nukleare Aktivitäten der Islamischen Republik begründet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien auf eine zweiwöchige Feuerpause, die an diesem Mittwoch ausläuft.

Verwirrspiel um angereichertes Uran

Vor allem um die iranischen Vorräte angereicherten Urans gibt es widersprüchliche Aussagen. US-Präsident Trump hatte in der vergangenen Woche signalisiert, Spezialisten der Vereinigten Staaten würden das Uran gemeinsam mit dem Iran bergen und dann in die USA bringen. In Teheran wurde dies jedoch vom Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, dementiert.

Iran Isfahan 2025 | Auf dem Satellitenbild sind mehrere zerstörte Gebäude und dunkle Einfärbungen zu erkennen
Attacke auf Atomanlagen: Im Juni 2025 hatten die USA und Israel etliche Einrichtungen des iranischen Nuklearprogramms bombardiert (Archivbild)Bild: IDF/GPO/SIPA/picture alliance

Die Urananreicherung steht im Zentrum des Streits zwischen den USA und der Islamischen Republik. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm diene lediglich zivilen Zwecken.

Allerdings ist der Iran nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen wird auf 90 Prozent angereichertes Uran benötigt; zur Stromerzeugung genügt eine Anreicherung auf lediglich 3,4 Prozent.

jj/pgr (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss: 17.30 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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