IOC sperrt weitere russische Sportler lebenslang | Sport-News | DW | 24.11.2017
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Doping

IOC sperrt weitere russische Sportler lebenslang

Das Internationale Olympische Komitee spricht vier weitere harte Strafen für Wintersportler aus Russland aus, darunter Bob-Olympiasieger Alexander Subkow. Insgesamt sind bisher 14 Athleten sanktioniert worden.

Er war nicht nur der Star der Heimspiele, sondern auch Russlands Fahnenträger in Sotschi 2014. Jetzt ist der zweimalige Olympiasieger Alexander Subkow von seinem Sockel gestürzt worden. Lebenslange Sperre und Rückgabe der Medaillen, heißt es vom Internationalen Olympische Komitee (IOC). Die Sanktionen erfolgen aufgrund der Untersuchungen der Oswald-Kommission. Die wirft neben Subkow der Bob-Pilotin Olga Stulnewa und den beiden Eisschnellläufern Olga Fatkulina und Alexander Rumjanzew Verstöße gegen die Dopingregeln und sperrt alle vier für olympischen Wettbewerbe auf Lebenszeit. Subkow hatte in Sotschi im kleinen und im großen Schlitten Gold erkämpft, Fatkulina holte Silber über 500 Meter. 

Russen verlieren Spitzenposition im Medaillenspiegel

Damit hat das IOC bereits für 14 russische Athleten in vier Sportarten lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Das IOC begründete die Sanktionen mit "forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen" der Kommission unter dem Vorsitz des Schweizers Denis Oswald. Im Medaillenspiegel verlieren die Russen damit die Spitzenposition, Norwegen und Kanada ziehen nachträglich vorbei. 

Die Kommission untersucht insgesamt 28 Fälle, in denen Athleten im Zuge der Ermittlungen des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA der Manipulation beschuldigt werden. Alle stehen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Staatsdoping-Affäre. Weitere Urteile könnten in der nächsten Woche verkündet werden. Bereits am Montag soll die erste Urteilsbegründung veröffentlicht werden.

mrl/sw (sid und dpa)