IOC sperrt elf weitere russische Athleten | Sport-News | DW | 22.12.2017
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Doping

IOC sperrt elf weitere russische Athleten

Rodel-Silbermedaillengewinner Albert Demtschenko darf nie wieder bei Olympischen Spielen antreten. Er ist einer von mittlerweile 46 russischen Sportlern, die im Zuge des Dopingskandals sanktioniert wurden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat im Zuge des Manipulations- und Dopingskandals um den Gastgeber der Winterspiele 2014 elf weitererussische Sportler lebenslang von Olympischen Spielen ausgeschlossen. Unter den Betroffenen ist Rodler Albert Demtschenko, der in Sotschi Silber im Einzel gewann. Da Demtschenko aus den Ergebnissen gestrichen wird, rückt der viertplatzierte Andi Langenhan (Zella-Mehlis) auf den Bronzerang nach. Damit kommt die deutsche Mannschaft in Sotschi rückwirkend auf nunmehr 20 Medaillen (8-6-6).

Die Anzahl der von der Oswald-Disziplinarkommission untersuchten Fälle durch Nachproben hat sich auf insgesamt 46 Fälle erhöht. 43 Sportler wurden lebenslang von Olympischen Spielen ausgeschlossen, in drei Fällen erfolgten keine Sanktionen.

Neben Albert Demtschenko, mit 42 Jahren ältester Medaillengewinner in einem Einzelwettbewerb bei Olympischen Winterspielen, wurde auch seine Rodler-Kollegin Tatjana Iwanowa ausgeschlossen. Dazu kommen die Skilangläufer Nikita Kryukow, Alexander Bessmertnych und Natalia Matwejewa, die Bob-Piloten Ludmilla Udobkina und Maxim Belugin, die Eisschnellläufer Iwan Skobrew und Artem Kusnezow sowie die Eishockeyspielerinnen Tatjana Burina und Anna Schtschukina.

Unter Federführung der vom Schweizer Denis Oswald geleiteten IOC-Kommission sind alle verfügbaren bei den Spielen 2014 genommenen Proben russischer Athleten reanalysiert worden.

Die Oswald-Kommission kündigte zudem an, dass alle Anhörungen von russischen Athleten, die sich für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) qualifiziert haben, in Kürze abgeschlossen sein werden. Russische Sportler, die nachweislich nicht an der staatlich gedeckten Manipulation beteiligt waren dürfen in Pyeongchang starten. Sie müssen allerdings unter neutraler Flagge als "Olympic Athlete from Russia" antreten. Die russische Hymne wird bei einem Olympiasieg nicht gespielt werden.

sw/dvo (sid, IOC)

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