″Atlantic Crossing″ - Emmy für norwegisches Drama | Filme | DW | 23.11.2021
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International Emmy Awards 2021

"Atlantic Crossing" - Emmy für norwegisches Drama

Wieder einmal stand Netflix im Rampenlicht der Internationalen Emmy Awards. Doch auch andere Sender hatten Gelegenheit zu glänzen.

Schauspielerin Sofia Helin, Regisseur Alexander Eik und Produzentin Silje Hopland stehen nebeneinander, Eik hält die Trophäe in der Hand und lacht.

Die Auszeichnung fest in der Hand: der norwegische Regisseur Alexander Eik ("Atlantic Crossing")

44 Nominierungen aus insgesamt 24 Ländern: Die diesjährige Ausgabe der Internationalen Emmy Awards machte ihrem Namen alle Ehre. Das fand auch Bruce Paisner, Präsident und CEO der International Academy of Television Arts and Sciences. "Die Vielfalt und die geografische Verteilung der Preisträger des heutigen Abends zeigen einmal mehr die universelle Kraft großartiger Geschichten und Darbietungen", so Paisner am Montag (22.11.2021) während der Preisverleihung in New York. Ausgezeichnet wurden die besten außerhalb der USA produzierten Fernsehsendungen.

Die Veranstaltung bekam mehr Aufmerksamkeit als sonst, nachdem Produktionen wie "Squid Game" (Südkorea) auf Netflix in diesem Jahr internationale Renner wurden.

Historisches Drama "Atlantic Crossing" beste Mini-Serie

Der Preis für den besten Fernsehfilm/die beste Miniserie ging in diesem Jahr an die norwegische Produktion "Atlantic Crossing", ein historisches Drama, das auf dem Leben der norwegischen Kronprinzessin Märtha basiert.

Die Serie konzentriert sich auf Märthas Zeit als Kriegsflüchtling in den USA - nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Norwegen im Jahr 1940 - und auf ihren Begegnungen mit Präsident Franklin Roosevelt.

Die junge Königin wird von der Schauspielerin Sofie Helin verkörpert, der Schauspieler Kyle MacLachlan, berühmt für seine Rolle als Agent Cooper in David Lynchs Serie "Twin Peaks", spielt Präsident Roosevelt.

Französische Komödie "Call my Agent" im Rampenlicht 

Der Preis für die beste Komödie ging an die vierte Staffel der französischen Serie "Call my Agent", in deren Mittelpunkt das Leben einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von Angestellten steht, die eine Talentagentur in Paris betreiben.

Die erste Staffel lief 2015 beim Streaming-Giganten Netflix an. Inzwischen gibt es weltweit Remakes. Ein Teil des Erfolges habe man Netflix zu verdanken, sagte Produzent Michael Feller der französischen Nachrichtenagentur AFP. "Die Netflix-Ausstrahlung der vier Staffeln hat es uns ermöglicht, mit einer Produktion, die man an sich als lokal bezeichnen könnte, Menschen in mehr als 200 Ländern zu erreichen.

Michel Feller, Dominique Besnehard, Aurelien Larger and Harold Valentin stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera, in der Hand halten sie die Trophäe der Internationale Emmy Awards

Freude über die Auszeichnung: Das Team von "Call my Agent" - Staffel 4 (links: Michael Feller)

Die britische Schauspielerin und Drehbuchautorin Hayley Squires wurde in der Kategorie "Beste Schauspielerin" für ihre Rolle als alleinerziehende Mutter in dem Drama "Adult Material" ausgezeichnet, eine Produktion des britischen Senders Channel 4. Squires spielte auch in dem Ken-Loach-Film "I, Daniel Blake" aus dem Jahr 2016 mit und wurde 2017 für ihre schauspielerische Leistung in dem Film für einen BAFTA-Preis nominiert.

Britische Schauspieltalente 

Den International Emmy Adward in der Kategorie "Bester Schauspieler" bekam der Schotte David Tennant für seine Rolle als narzisstischer Serienmörder Dennis Nilsen in der ITV-Miniserie "Des". Die dreiteilige Miniserie basiert auf dem realen Serienmörder gleichen Namens, der 1983 verhaftet wurde, nachdem entdeckt wurde, dass menschliche Überreste den Abfluss seines Hauses verstopften. "Diese Serie wurde im Laufe der Jahre sehr langsam, sensibel und sorgfältig entwickelt", sagte David Tennant, als er den Preis aus der Ferne entgegennahm, und dankte den Autoren und Regisseuren.

Ein Mann mit Brille und in einem blauen Hemd sitzt in einem Raum auf einem Stuhl und raucht. Er guckt in Kamera.

David Tennant als Dennis Nilsen in "Des"

Der Preis für das beste Drama ging an die israelische Produktion "Tehran", die eine im Iran geborene Mossad-Agentin auf ihrer Mission begleitet, einen Atomreaktor in Teheran zu deaktivieren.

Dokumentation über Kyrotechnik

Als bester Dokumentarfilm wurde "Hope Frozen: A Quest To Live Twice" aus Thailand ausgezeichnet. Ähnlich wie die Komödie "Call my Agent" konnte sich die Produktion dank Netflix weltweit verbreiten. Der Film verfolgt die Suche eines thailändischen Paares, das beschließt, den Körper der verstorbenen dreijährigen Tochter via Kryotechnik zu konservieren - in der Hoffnung, dass ihre Krankheit in der Zukunft heilbar ist. Der Film wurde bereits beim kanadischen Hot Docs International Documentary Festival 2019 als bester internationaler Dokumentarfilm ausgezeichnet. 

Der ehemalige NBA-Spieler Dirk Nowitzki überreichte den International Emmy Directorate Award, eine Auszeichnung für das Lebenswerk, an den Intendanten des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), den Journalisten Thomas Bellut.

Thomas Bellut steht in Anzug, mit weißem Hemd und Fliege, vor einer Wand, in der Hand hält er die Trophäe für sein Lebenswerk.

Auszeichnung für sein Lebenswerk: Thomas Bellut

In der Kategorie "Bestes Kulturprogramm" gewann der Dokumentarfilm "Kubrick By Kubrick", eine Koproduktion von Temps Noir, Telemark und Arte France über das Leben und Werk des Regisseurs Stanley Kubrick.

Der Preis für die beste Kurzserie ging an "INSiDE", eine Produktion der neuseeländischen Produktionsfirma Luminous Beast. Der Film erzählt die Geschichte von Rose, einem Mädchen, das sich während der zweiten Welle der COVID-19-Pandemie nach sozialer Interaktion sehnt.

Die National Academy of Television Arts and Sciences begann 1963, außerhalb der Vereinigten Staaten produzierte Programme mit einem so genannten "International Award" auszuzeichnen. Die ersten Internationalen Emmy Awards in ihrer heutigen Form wurden 1973 verliehen.

Die Primetime Emmy Awards, mit denen die besten US-Fernsehprogramme ausgezeichnet werden, wurden im September verliehen.

Adaption aus dem Englischen: Petra Lambeck 

 

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