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In Georgien entführte UN-Beobachter frei

10. Juni 2003
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Tiflis, 10.6.2003, INTERFAX, russ.

Drei UN-Militärbeobachter und ein Dolmetscher, die sich in der Kodori-Schlucht in Geiselhaft befanden, sind am Dienstag (10.6.) ohne Zahlung eines Lösegeldes freigelassen worden, teilte Interfax ein Vertreter der Behörden in der Kodori-Schlucht mit. Er sagte, derzeit sei ein Hubschrauber unterwegs, der die UN-Mitarbeiter dort abholen werde.

"Die Geiselnehmer sind, nachdem ihnen von den Behörden freies Geleit zugesichert worden war, geflüchtet", sagte der Behördenvertreter der Kodori-Schlucht. Er sagte weiter, "zuvor war mit den Geiselnehmern der UN-Militärbeobachter in der Kodori-Schlucht vereinbart worden, die Geiseln ohne Lösegeldzahlung freizulassen". Der Behördenvertreter betonte, gemäß den Vereinbarungen hätten die Geiselnehmer das umzingelte Gebiet verlassen und die Geiseln an einem zuvor vereinbarten Ort zurückgelassen. Man geht davon aus, dass die Geiselnehmer von einem Hubschrauber der georgischen Grenztruppen aufgespürt und in das Dorf Aschara in die Kodori-Schlucht gebracht wurden.

Die UN-Militärbeobachter, die deutschen Offiziere Klaus Ott und Herbert Bauer, der Däne Hendrik Sorensen sowie deren georgischer Dolmetscher waren am vergangenen Donnerstag in der Kodori-Schlucht als Geiseln genommen worden. Vier russische Friedenssoldaten, die die UN-Beobachter begleiteten, waren, nachdem sie entwaffnet wurden, von den Geiseln sofort freigelassen worden. (MO)