Illegale Einwanderung in die EU gestiegen | Aktuell Europa | DW | 16.10.2019
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Migration

Illegale Einwanderung in die EU gestiegen

Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex gab es bei den unerlaubten Grenzübertritten im September einen Anstieg um 14 Prozent. Betroffen ist davon vor allem die Route über Griechenland.

Migranten in Griechenland (picture-alliance/AP Photo/M. Varaklas)

Flüchtlinge und Migranten werden von Lesbos mit der Fähre nach Piräus gebracht

Rund 17.200 illegale Grenzübertritte registrierte die europäische Grenzschutzagentur Frontex im September. Zwei Drittel von ihnen kamen wie schon in den Vormonaten über das östliche Mittelmeer. Dort wurden mehr als 11.500 Fälle registriert - 16 Prozent mehr als noch im August.

Laut Frontex versuchen momentan vor allem Menschen aus Afghanistan über die Türkei nach Griechenland einzureisen. Die östlichen griechischen Inseln kämpfen seit mehreren Wochen mit einem Anstieg von Asylsuchenden. Die Aufnahmelager auf Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind heillos überfüllt. Dort sollen mittlerweile mehr als 33.000 Menschen ausharren.

Entlastung auf der Mittelmeerroute

Deutlich niedriger fallen die Zahlen für die westliche und zentrale Mittelmeerroute aus: Nach Spanien reisten Frontex zufolge rund 2400 Migranten ein - 12 Prozent mehr als im Vormonat. Die meisten Menschen auf dieser Route kamen demnach aus dem südlichen Teil Afrikas. Zwischen Libyen und Italien gab es mit 2280 registrierten illegalen Grenzübertritten einen Anstieg um 16 Prozent. Dort wurden vor allem Menschen aus Tunesien und dem Sudan aufgegriffen.

In der bisherigen Jahresbilanz zählt Frontex insgesamt 88.200 Fälle von illegaler Migration. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um 19 Prozent.

djo/kle (dpa, frontex.europa.eu)

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