Hillary am Hindukusch | Fokus Amerika | DW | 19.07.2010
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Fokus Amerika

Hillary am Hindukusch

Geschenk oder Forderung? - Warum die USA Pakistan mit 7,5 Milliarden Dollar unterstützen +++ Dicht oder undicht? - Läuft weiter Öl in den Golf von Mexiko? +++ Wandel oder Ablenkmanöver? - Welche Zeichen setzt Kuba?

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In einem Jahr, im Juli 2011, sollen die internationalen Truppen aus Afghanistan abziehen - so hat das US-Präsident Obama angekündigt. Sein Vize, Joe Biden, formuliert etwas vorsichtiger und sprach vom "möglichen Beginn eines Übergangs" in einem Jahr. Wer wann abziehen könnte - das wird Thema sein auf der internationalen Afghanistan Konferenz, ab Dienstag in Kabul.

US-Außenministerin Hillary Clinton ist dorthin unterwegs. Vorher hat sie aber noch beim Nachbarn Pakistan haltgemacht. Das Verhältnis zwischen beiden Verbündeten ist seit längerem angespannt, und ist in den letzten Monaten eher schlechter als besser geworden. Nun brachte die Ministerin Geldzusagen mit - und zwar ziemlich großzügige. 7, 5 Milliarden Dollar will Washington in den nächsten Jahren in Hilfsprojekte stecken.

Dicht oder undicht?

Das Leck ist endlich dicht, der Deckel sitzt, kein Öl läuft mehr in den Golf von Mexiko - das war die Erfolgsmeldung vom Wochenende. Doch die Freude kam zu früh. In der Nähe des verschlossenen Bohrlochs wurde anscheinend Kohlenwasserstoff gemessen - eventuell Hinweise darauf, dass weiter Erdöl aus dem Meeresboden sprudeln könnte. Doch BP will bleibt dabei: der Zylinder sei ein Erfolg - im Weißen Haus sieht man das anders.

Welche Zeichen setzt Kuba?

"Die EU wird ihre Kuba-Politik überdenken müssen!" - das schreibt die größte spanische Tageszeitung El País heute in einem Kommentar. Bisher war die gemeinsame Position der EU - die rote Karibikinsel abschirmen und isolieren. Länder wie Deutschland oder Frankreich sehen auch keinen Grund, davon jetzt abzurücken. Spanien schon. Denn in den letzten Wochen gab es ungewöhnliche Nachrichten aus Kuba. Dissidenten wurden freigelassen, durften nach Spanien ausreisen. Fidel Castro, den manche schon für tot hielten, sprach im kubanischen Fernsehen - das erst Mal seit drei Jahren. Doch sind das wirklich Anzeichen für einen Wandel?

Redaktion: Anne Herrberg/ Marco Müller

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