Hilfskonvoi erreicht syrische Rebellen-Enklave Ost-Ghuta | Aktuell Nahost | DW | 14.02.2018
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Syrien

Hilfskonvoi erreicht syrische Rebellen-Enklave Ost-Ghuta

Erstmals seit mehr als zwei Monaten sind in Syrien wieder Hilfslieferungen im belagerten Rebellengebiet Ost-Ghuta eingetroffen. Die humanitäre Lage in der von Islamisten gehaltenen Enklave soll dramatisch sein.

Ein UN-Konvoi fährt im Oktober 2017 durch Kafarabatna in Ost-Ghuta (picture-alliance/dpa/ZUMA Wire/A. Alkarbotle)

Ein UN-Konvoi fährt im Oktober 2017 durch Kafarabatna in Ost-Ghuta

Mit Nahrung und medizinischen Gütern für 7200 Menschen hat ein Hilfskonvoi des syrischen Roten Halbmonds die Rebellen-Enklave Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus erreicht. Die Lieferung sei in dem Ort Naschabijah eingetroffen, teilte das UN-Nothilfebüro OCHA mit.

Zuletzt war am 28. November ein Konvoi der Hilfsorganisationen nach Ost-Ghuta gelangt. In dem von Regierungstruppen belagerten Gebiet sind rund 400.000 Menschen seit 2013 eingeschlossen. Wegen der Blockade ist die humanitäre Lage Helfern zufolge dramatisch. 

Nach einem Luftangriff auf Arbin in Ost-Ghuta wird ein Verletzter in Sicherheit gebracht (Getty Images/AFP/A. Eassa)

Nach einem Luftangriff auf Arbin in Ost-Ghuta wird ein Verletzter in Sicherheit gebracht

Nach Angaben der WHO müssten mehr als 700 Patienten zur ärztlichen Versorgung aus dem Gebiet herausgebracht werden. Die Lage verschlimmere sich von Tag zu Tag, erklärte vor zwei Tagen die WHO-Vertreterin in Syrien, Elizabeth Hoff. Konvois durften zuletzt nicht in das Gebiet, weil ihnen der Zugang verwehrt war und es keine Einigung über Art und Umfang der Lieferung gab, wie OCHA erklärte. 

Ost-Ghuta - hier Rebellen im vergangenen August - liegt in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Damaskus (Getty Images/AFP/A.Eassa)

Ost-Ghuta - hier Rebellen im vergangenen August - liegt in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Damaskus

In den vergangenen Wochen waren die Kämpfe in Ost-Ghuta eskaliert. Bei Luftangriffen der syrischen Regierung kamen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte allein in diesem Monat mindestens 250 Zivilisten ums Leben. Mehrere Versuche, eine Waffenruhe durchzusetzen, scheiterten in der Vergangenheit. 

Ost-Ghuta wird überwiegend von islamistischen Rebellengruppen kontrolliert. Das Gebiet gehört zu den letzten Regionen des Bürgerkriegslandes, das noch von Regierungsgegnern beherrscht wird.

stu/kle (afp, dpa, rtr)

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