Heldt kritisiert neue Fußball-Wettbewerbe | Sport | DW | 14.09.2018
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Weniger ist mehr

Heldt kritisiert neue Fußball-Wettbewerbe

Zu viel Fußball? Hannovers Manager Horst Heldt würde diese Frage sicherlich bejahen, denn seiner Meinung nach möchte die UEFA mit den neuen Fußball-Wettbewerben für nichts anderes als klingelnde Kassen sorgen.

Horst Heldt, hat genug von neuen Fußballformaten. Der Manager von Hannover 96 nennt für die Zukunft geplante europäische Wettbewerbe, wie die Europa League 2, "Schwachsinn", "Blödsinn" und reine "Überflutung". Für ihn, nimmt die exzessive Vermarktung im Profifußball einen viel zu großen Stellenwert ein, denn diese Wettbewerbe sind für ihn nichts anderes als Kommerz. Auch 96-Trainer André Breitenreiter äußert sich kritisch zu dieser Kommerzialisierung: "Warum so viel? Warum so kompliziert? Warum diese Überflutung?".

Europa League wird geschwächt

Besonders kritisch sehen beide den Plan der europäischen Fußball-Union UEFA, ab der Saison 2021/22 einen dritten europäischen Klub-Wettbewerb unterhalb der Champions League und der Europa League einzuführen. Heldt betont, dass es kein Wunder sei, dass die Europa League gegenüber der Champions League so abfalle. Ein zusätzlicher Wettbewerb würde diesen Effekt noch weiter verstärken - und das obwohl die Europa League über Teams verfügt, die inzwischen viel interessanter sind, als die in der Champions League.

"Da entscheiden irgendwelche Leute irgendeinen Blödsinn. Ich kann mich nicht damit identifizieren, muss es aber mit ausbaden, weil uns viele Leute in diesen Topf hineinwerfen und sagen: Ihr blöden Fußballer", sagte Heldt.

Fremdeln mit der Nations League

Zuletzt hatte auf Nationalmannschaftsebene auch die neu eingeführte Nations League für Kritik gesorgt. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sagte: "Man hat am Ende das Gefühl, die UEFA muss noch mal Geld erwirtschaften und macht deshalb den Wettbewerb." Auch Marco Reus stellte sich auf Bierhoffs Seite: "So richtig angefreundet habe ich mich noch nicht mit der Nations League." Und damit ist der Dortmunder mit Sicherheit nicht der einzige.

tm/asz (dpa, sid)

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