Havertz rettet Bayer-Coach Herrlich | Fußball | DW | 23.09.2018
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Bundesliga-Story

Havertz rettet Bayer-Coach Herrlich

Der erst 19-jährige Kai Havertz ist der Mann der Woche bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen. Seine drei Treffer innerhalb von drei Tagen gegen Mainz 05 und in der Europa League sorgen vorerst für Ruhe im Verein.

Heiko Herrlich atmete ganz tief durch, schüttelte den Druck der vergangenen Wochen ab und klopfte seinem Matchwinner Kai Havertz dankbar auf den Rücken. Der Youngster hatte Bayer Leverkusen beim 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 zum ersehnten ersten Saisonsieg geschossen - und seinen Trainer nach drei Bundesliga-Niederlagen zum Auftakt endlich aus der Schusslinie genommen.

Herrlich sprach nach dem Spiel von einer "riesigen Erleichterung. Es war ja nicht alles schlecht, aber die Mechanismen sind ja da, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Jetzt haben wir einen Schritt gemacht und möchten nachlegen." Havertz freute sich über seinen Treffer, "aber heute stehen die drei Punkte im Vordergrund", sagte der 19-Jährige bei Sky. Nach einer Flanke seines Nationalmannschafts-Kollegen Julian Brandt war ihm das Tor des Tages (62. Minute) per Kopf gelungen, Havertz ist damit der Mann der Stunde in Leverkusen: Schon am Donnerstag machte der Teenager das 3:2 bei Ludogorez Rasgrad in der Europa League mit zwei Treffern möglich, Bayer drehte dabei einen 0:2-Rückstand.

"Wir haben uns vor der Saison große Ziele gesetzt, dann kamen diese Dämpfer", sagte Havertz: "Aber wir haben uns zurückgekämpft. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und weiter Gas geben." Herrlich darf sich nach dem verkorksten Saisonstart nun vorerst auf ruhigere Tage unter dem Bayer-Kreuz einstellen. Mainz kassierte indes nach dem starken Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen die erste Niederlage.

Fußball Bayer 04 Leverkusen v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga Tor (Imago/Jan Huebner)

Sträflich allein gelassen, vorbildlicher Kopfball: Kai Havertz (r.) trifft zum 1:0 für Leverkusen

Der Leverkusener Coach hatte im Vergleich zur Partie beim bulgarischen Meister drei Änderungen vorgenommen. Sven Bender, Leon Bailey und Lucas Alario rückten in die Startelf. Auch FSV-Trainer Sandro Schwarz brachte mit Stefan Bell, Jean-Philippe Gbamin und Levin Öztunali drei Neue nach dem 2:1 in Augsburg.

Überlegene Gastgeber

Vor gut 27.000 Zuschauern hatten die Gastgeber in der ersten Hälfte die größeren Spielanteile. Mainz konzentrierte sich auf schnelle Umschaltsituationen nach Ballgewinnen, kam aber zunächst nur einmal gefährlich vor das Tor von Lukas Hradecky, der bei seinem Heim-Debüt einen Schuss von Öztunali (45.) nur abprallen ließ.

Zuvor lief der Ball bei Leverkusen mit zunehmender Spieldauer immer besser. Brandt (2., 14.) schloss zweimal ab, Alario (19.) köpfte nach einer Flanke von Jonathan Tah knapp links am Tor vorbei, und Flügelflitzer Bailey (25., 30.) scheiterte zweimal an 05-Keeper Florian Müller. Insbesondere über die rechte Bailey-Seite kam Bayer, das sich vor der Pause immer klarere Chancen erspielte, häufig vor das gegnerische Tor. Dominik Kohr (38.) scheiterte nach einer starken Müller-Parade, Alario (40.) spitzelte eine Hereingabe von Mitchell Weiser über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst: Einen Treffer des eingewechselten Robin Quaison (47.) nahm Schiedsrichter Marco Fritz wegen Handspiels zurück, nachdem er sich die Szene auf dem Bildschirm am Spielfeldrand noch einmal angesehen hatte. In der Folge testete Gbamin (55.) in der besten Mainzer Phase aus rund 45 Metern Keeper Hradecky, Quaison (57.) verfehlte bei seinem nächsten Abschluss klar das Tor.

Havertz dagegen nutzte anschließend die erste Leverkusener Chance nach dem Seitenwechsel. Mainz hielt seine Bemühungen aufrecht, biss sich an Bayers Innenverteidigern Tah und Sven Bender aber immer wieder die Zähne aus.

to/sw (sid)

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