Hannovers Lichtblick heißt Maina | Sport | DW | 09.11.2018
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Bundesliga, 11. Spieltag

Hannovers Lichtblick heißt Maina

Hannover 96 hat sich ein wenig Luft zum Durchatmen im Abstiegskampf verschafft. Offensiv-Talent Linton Maina ist eine der treibenden Kräfte dieses dringend benötigten Erfolgs der Niedersachsen gegen den VfL Wolfsburg.

Wahrscheinlich werden sie an diesem Freitagabend beim SV Pfefferwerk ganz besonders stolz sein auf Linton Maina. Schließlich machte der seine ersten fußballerischen Schritte beim Klub aus seiner Geburtsstadt Berlin. Maina ist der erste Spieler, der von hier aus den Sprung in den Profifußball geschafft hat - bis in die Bundesliga. 

Es war ein ganz besonderer Abend für den 19 Jahre jungen Profi von Hannover 96. Der quirlige und schnelle Außenbahnspieler erzielte beim 2:1 (1:0)der Niedersachsen seinen ersten Treffer überhaupt im insgesamt siebten Spiel in der deutschen Eliteliga. Und er verschaffte seiner Mannschaft sowie seinem Trainer André Breitenreiter ein wenig Luft zum Durchatmen im bereits ausgerufenen Abstiegskampf.

Knieverletzung bremste Maina aus

Maina war der Lichtblick in einer lange Zeit verunsichert wirkenden Mannschaft der Hannoveraner, weil er nicht nur den Treffer mit einer großen Leichtigkeit per Direktabnahme erzielte, sondern auch in seinen sonstigen Dribblings und Angriffsversuchen eine Unbekümmertheit versprühte, die seinen Mitspielern überwiegend abging.

Sie hatten Maina in Hannover während der letzten Wochen schmerzlich vermisst. Vor allem beim torlosen Remis gegen Borussia Dortmund am ersten Spieltag hatte er eine vorzügliche Leistung geboten. Eine Knieverletzung aus der Partie gegen Hoffenheim hatte den jungen Mann danach für fast sechs Wochen außer Gefecht gesetzt. Mainas Tempo, seine Torgefahr, seine Frechheit: Alles Faktoren, die den Hannoveranern in den vergangenen Wochen gefehlt haben und sie einen Absturz auf die Abstiegsränge erleben ließen.  

Erst spät zu den Niedersachsen gewechselt

Fußball Bundesliga 10. Spieltag | Hannover 96 vs VfL Wolfsburg | Tor (picture-alliance/dpa/S. Pförtner)

Linton Maina beim Torschuss zum 1:0 gegen den VfL Wolfsburg.

Maina hat einen untypischen Weg für einen Jung-Profi in dieser eigentlich penibel durchorganisierten Fußballwelt genommen. Vom SV Pfefferwerk wechselte er im Alter von zwölf Jahren zum SV Empor Berlin, eher er mit 16 Jahren in die Jugendakademie von Hannover 96 kam. Hier wurde Maina Nationalspieler, spielte von der U16 bis zur U20 für die verschiedenen DFB-Teams.      

Im Team wird er mittlerweile voll anerkannt. Die anfängliche Lockerheit, die einige Beobachter bereits als leichte Disziplinlosigkeiten identifizierten, ist einer vollständig professionellen Einstellung gewichen. "Linton ist ein vollwertiger Spieler", betonte 96-Sportdirektor Horst Heldt jüngst.

Dass er auch in den Kampfmodus umstellen kann, zeigte Maina nicht zuletzt im zweiten Durchgang gegen Wolfsburg, als er mit seinem Einsatz dazu beitrug, dass sein Team sich durchsetzen konnte. Ihlas Bebou erzielte nach 63 Minuten per Elfmeter das 2:0 und damit die Vorentscheidung in einer Partie, die Linton Maina so richtungsweisend beeinflusst hatte.

Nach 74 Minuten wurde der ermüdete Nachwuchsmann von Trainer Breitenreiter ausgewechselt. Aber seine Kollegen retteten die Führung, trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch Wout Weghorst per Elfmeter (82.) auch ohne den erfrischenden Offensivspieler mit letzter Kraft über die Zeit.       

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