Guaidó startet ″Operation Freiheit″ | Aktuell Amerika | DW | 16.03.2019
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Venezuela-Krise

Guaidó startet "Operation Freiheit"

In Venezuela ist der Machtkampf seit Wochen festgefahren. Oppositionsführer Juan Guaidó versucht nun, Bewegung in die Sache zu bringen - und ruft auf zum Marsch auf den Palast von Nicolás Maduro.

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaidó hat damit begonnen, die Bevölkerung für einen Marsch auf den Präsidentenpalast Miraflores in Caracas zu mobilisieren. "Wir gehen zu Miraflores und fordern zurück, was dem Volk gehört", sagte Guaidó vor Tausenden von Anhängern in Valencia. Die Stadt im Bundesstaat Carabobo war erste Station einer Rundreise des Oppositionsführers durch sein Heimatland.

"Heute beginnt eine neue Etappe der Organisation", kündigte Guaidó an. Er werde so viele Bundesstaaten wie möglich besuchen. Auch in anderen venezolanischen Städten hielten Unterstützer des 35-Jährigen Kundgebungen ab.

Venezuela Kundgebung und Protest von Juan Guaido in Valencia (Reuters/I. Alvarado)

Anhänger Guaidós - versammelt im venezolanischen Valencia

Für die "Operación Libertad" ("Operation Freiheit") rief Guaidó auf Twitter die Bevölkerung dazu auf, sich in Komitees zu organisieren. Auch innerhalb der Streitkräfte sollte man sich darauf vorbereiten, heißt es in einer Liste mit Stichpunkten, die der Rivale des amtierenden Staatschefs Nicolás Maduro veröffentlichte.

Inzwischen wird Guaidó von rund 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, unter anderem von den USA, einer Reihe lateinamerikanischer Länder, Deutschland und etlichen weiteren EU-Staaten. Maduro hält aber an seinem Amt fest. Dabei stützt sich der 56-Jährige auf die Loyalität der Militärs.

Manöver soll Versorgung sichern

Die Armee begann derweil mit einem Manöver zum Schutz der Strom- und Wasserversorgung des Landes. Bei den Übungen mit dem Namen "Ana Karina Rote" sollten Verteidigungsstrategien für die Versorgungssektoren trainiert werden, erklärte Maduro. Mit ihnen werde ermöglicht, dass das Stromsystem "vor imperialistischen Attacken geschützt" sei, so der Linksnationalist in einem Tweet.

Zuletzt war Venezuela von einem massiven Stromausfall tagelang lahmgelegt worden. Maduro machte einen angeblich von der Opposition und den USA geplanten Cyberangriff für den Kollaps der Energieversorgung verantwortlich. Regierungsgegner sehen den Grund hingegen in verschleppten Investitionen, Korruption und einer mangelhaften Wartung der Anlagen.

wa/cgn (dpa, afp)

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