Gomez-Hattrick reicht nicht zum Sieg | Fußball | DW | 02.04.2017
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26. Spieltag - Sonntagsspiele

Gomez-Hattrick reicht nicht zum Sieg

Auch im neunten Spiel des VfL Wolfsburg unter Trainer Jonker trifft Mario Gomez. Für einen Erfolg in Leverkusen reicht es aber nicht. Beide Teams müssen weiter zittern, genauso wie Mainz, das gegen Ingolstadt verliert.

Für Bayer Leverkusen werden die Abstiegssorgen in der Bundesliga immer größer. Die Werkself verspielte gegen den VfL Wolfsburg eine 2:0-Führung und musste sich nach einer irren Schlussphase gegen den Mitkonkurrenten mit einem 3:3 (1:0) begnügen. Damit liegt Bayer, das auch im fünften Pflichtspiel unter Trainer Tayfun Korkut sieglos blieb, als Tabellenelfter nur noch drei Punkte vor dem Relegationsrang. Wolfsburg sogar nur einen. Karim Bellarbi (40. Minute) und Kevin Volland (65.) brachten die Gastgeber in Führung, Mario Gomez drehte die Partie mit einem Dreierpack (80./83./87. Foulelfmeter), ehe Kai Havertz (89.) den Endstand herstellte.

"Das kostet Nerven", sagte VfL-Trainer Jonker konsterniert. "Du glaubst, noch was holen zu können, holst auch was - und dann schenkst du es wieder her. Aber es ist unglaublich, dass Mario bei mir immer trifft." Auch im neunten Spiel (fünf bei den Bayern, vier bei Wolfsburg) unter dem niederländischen Coach war Gomez erfolgreich und erzielte dabei insgesamt 15 Tore.

Bellarabi erzielt die Führung

Deutschland Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg (picture alliance/dpa/R. Vennenbernd)

Karim Bellarabi (r.) freut sich mit Kevin Volland und Roberto Hilbert (l.) über die 1:0-Führung

Vor rund 29.000 Zuschauern begannen die Gäste aus Wolfsburg offensiv und spielten vom Beginn an mutig nach vorne. Bereits in der zwölften Minute hatte der VfL die erste gute Möglichkeit, als Riechedly Bazoer Nationaltorwart Bernd Leno mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze prüfte. In der 22. Minute hätten die "Wölfe" sogar in Führung gehen müssen, aber Gomez, der bereits vier Minuten zuvor an Leno gescheitert war, verpasste um Haaresbreite eine hervorragende Hereingabe von Vieirinha. Bayer agierte zunächst viel zu einfallslos und versprühte erstmals bei einem Weitschuss von Bellarabi in der 43. Minute etwas Gefahr. Sechs Minuten später gelang dem Offensivspieler mit einer herrlichen Direktabnahme die glückliche Führung der Hausherren.

Am Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Wolfsburg drückte, vergab aber weiterhin gute Chancen. So wie in der 54. Minute, als Gomez allein auf das Leverkusener Tor zulief. Doch Leno und Aranguiz mit einer artistischen Rettungstat verhinderten den Ausgleich. Kurz nach der Gomez-Chance vergab Luiz Gustavo per Kopf die Möglichkeit zum Ausgleich. Die Quittung für ihre fahrlässige Chancenverwertung erhielten die Gäste kurz darauf: Nach einem Freistoß von Roberto Hilbert tauchte Volland am langen Pfosten auf und bugsierte den Ball über die Linie. Auf der Gegenseite traf Gustavo nur die Latte. Doch in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Nach den drei Gomez-Toren sah es bereits nach einem VfL-Sieg aus, ehe Havertz noch für Leverkusen traf.

Ingolstadt hofft wieder

Deutschland FC Ingolstadt 04 - FSV Mainz 05 (picture alliance/dpa/A. Weigel)

Großer Jubel nach seinem Siegtreffer gegen Mainz: Florent Hadergjonaj (unten) feiert mit Marvin Matip

Für den FSV Mainz 05 wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer, der FC Ingolstadt hat im Kampf um den Klassenerhalt wieder Mut getankt. Die Schanzer gewannen das Kellerduell gegen schwache Mainzer mit 2:1 (1:0). Das Team von Trainer Martin Schmidt steht nach dem fünften Spiel ohne Sieg hingegen nur noch wegen der besseren Tordifferenz nicht auf dem Relegationsplatz. Der FCI hat trotz des Erfolgs weiter sieben Punkte Rückstand auf Platz 16 und dem FC Augsburg. Die Tore für die Gastgeber erzielten Romain Bregerie in der 10. Minute und Florent Hadergjonaj (73.). Der zwischenzeitliche Ausgleich durch ein Eigentor von Marvin Matip (71.) war für die Mainzer zu wenig.

"Wir sind in die Falle getappt"

"Das Spiel hat so begonnen, wie wir es erwartet hatten. Der Gegner war sehr provozierend und auf Freistöße aus. Wir sind in die Falle getappt", kritisierte Schmidt nach dem Spiel. "Leider haben wir aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Die zweite Halbzeit hat dann ganz anders ausgesehen. Nach dem Ausgleich fangen wir uns dann wieder so ein doofes Tor."

Auf der Gegenseite keimt dagegen wieder etwas Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg auf. "Jeder Sieg gibt Hoffnung, aber es ist mit sieben Punkten noch immer ein großer Abstand. Wir können am Mittwoch aus den sieben vier machen. Das ist natürlich eine große Herausforderung und eine tolle Aufgabe." Am 27. Spieltag muss Ingolstadt in Augsburg ran und will dort die nächsten Punkte einsammeln.

Alle Ergebnisse des 26. Spieltags vom Samstag finden Sie hier und alle Höhepunkte der beiden Sonntagspartien gibt es hier noch einmal zum Nachlesen.

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