″Gelbwesten″ sterben langsam aus | Aktuell Europa | DW | 15.06.2019
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Frankreich

"Gelbwesten" sterben langsam aus

Es ist ein Thema, weil es eigentlich gar keine Meldung mehr wert ist. Gut ein halbes Jahr nach Beginn der "Gelbwesten"-Bewegung ist die Zahl der Teilnehmer in Frankreich insgesamt nur noch vierstellig. Ein Tiefstand.

Wie das Innenministerium in Paris am Samstagabend mitteilte, gingen landesweit lediglich noch etwa 7000 Menschen auf die Straße, um gegen den Kurs der französischen Regierung zu protestieren. Das waren so wenige "Gelbwesten" wie noch nie zuvor. Vor einer Woche hatten sich immerhin noch mehr als 10.000 Menschen an Demonstrationen beteiligt.

Schnelles Ende

Die größte Aktion gab es an diesem Wochenende in Toulouse im Südwesten Frankreichs mit mehr als tausend Teilnehmern. Die Polizei löste den Protestzug allerdings schon nach wenigen Minuten gewaltsam auf. Nach Darstellung von Demonstranten kam es zu Auseinandersetzungen, als Transparente beschlagnahmt werden sollten. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein. Nach Angaben der Präfektur wurden 17 Menschen festgenommen, zwei Demonstranten wurden verletzt.

In der Hauptstadt Paris gingen knapp tausend Demonstranten auf die Straße. In Bordeaux, einer einstigen Hochburg der Bewegung, zogen nach Angaben der Präfektur rund 300 Menschen durchs Stadtzentrum.

Die "Gelbwesten" demonstrieren seit dem 17. November vergangenen Jahres wöchentlich für mehr soziale Gerechtigkeit und einen Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron, dessen Reformpolitik sie kritisieren. Anfangs konnte die Bewegung noch mehr als 280.000 Menschen mobil machen. 

wa/cgn (afp)

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