″Gelbwesten″ verlieren Anziehungskraft | Aktuell Europa | DW | 25.05.2019
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Frankreich

"Gelbwesten" verlieren Anziehungskraft

Vor einem halben Jahr waren es noch Zehntausende Menschen, die in Frankreich gegen Präsident Macron auf die Straßen gingen. Doch mittlerweile kann die "Gelbwesten"-Bewegung kaum noch Anhänger mobilisieren.

Gut sechs Monate nach Beginn der "Gelbwesten"-Proteste in Frankreich ist die Beteiligung auf einen neuen Tiefstand gesunken. Nach Angaben des französischen Innenministeriums gingen am Samstag landesweit insgesamt 12.500 Demonstranten auf die Straßen - und damit so wenige wie noch nie zuvor. In der Hauptstadt Paris (Artikelbild oben) demonstrierten demnach 2100 Menschen, in Toulouse rund 2000.

Mehrere hundert Menschen kamen auch in Amiens zusammen, der nordfranzösischen Heimatstadt von Staatschef Emmanuel Macron. Sie seien gekommen, um Macrons Stadt einzunehmen, riefen einige der Demonstranten - was offenkundig nicht gelang.

Frankreich Gelbwestenproteste in Amiens (Getty Images/AFP/F. Nascimbeni)

Demo in Macrons Heimatstadt Amiens

Erneut kam es zu Spannungen: In Paris und Amiens schoss die Polizei vereinzelt Tränengas in Richtung der Demonstranten, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Die "Gelbwesten"-Bewegung verkündete indes eigene Teilnehmerzahlen: Sie sprach von immerhin 35.100 Demonstranten in ganz Frankreich.

Erst Massenprotest, nun überschaubare Demos

Die Bewegung demonstriert seit dem 17. November vergangenen Jahres jede Woche gegen die Reformpolitik Macrons, dessen Rücktritt sie erzwingen möchte. Anfangs waren noch mehr als 280.000 Demonstranten gezählt worden, vor einer Woche waren es laut Innenministerium schon nur noch gut 15.000.

wa/haz (afp, dpa)

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