Friedensnobelpreis geht an Welternährungsprogramm | Aktuell Welt | DW | 09.10.2020
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Nobelpreis

Friedensnobelpreis geht an Welternährungsprogramm

Mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis wird das Welternährungsprogramm (WFP) ausgezeichnet. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.

Die UN-Organisation werde damit unter anderem für ihre Bemühungen im Kampf gegen den Hunger sowie ihren Beitrag zur Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten ausgezeichnet, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Preis-Bekanntgabe in Oslo.

Der Kampf gegen den Hunger sei wichtig insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie, heißt es in der Begründung. Hunger zu verhindern trage dazu bei, Stabilität und Frieden in der Welt zu schaffen. Ein Sprecher des Welternährungsprogramms sagte, dies sei ein "stolzer Moment".

Der Friedensnobelpreis gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Erde und ist diesmal mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950 000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr war er an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gegangen, der damit vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea geehrt worden war.

Mehr als 300 Vorschläge

Für Abiys Nachfolge waren 318 Kandidaten in Rennen gegangen:  211 Persönlichkeiten sowie 107 Organisationen wurden nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees fristgerecht für den diesjährigen Preis vorgeschlagen. Das entspricht der vierthöchsten Zahl an Nominierungen jemals, liegt jedoch deutlich unter dem Spitzenwert von 376 Nominierten aus dem Jahr 2016. Für die Auswahl des Preisträgers ist eine Jury zuständig, die vom norwegischen Parlament ernannt wird.

Der Preis wurde vom schwedischen Industriellen Alfred Nobel (1833-1896) gestiftet. Der Erfinder des Dynamits widmete ihn Verdiensten um Völkerverständigung, Abrüstung und Frieden. Der Preis ist mit zehn Millionen Schwedischen Kronen (über 950.000 Euro) dotiert.

Der Friedensnobelpreisträger wird als einziger aller Nobelpreisträger nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet und geehrt. Verliehen werden die Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag des 
Preisstifters. In diesem Jahr finden die Zeremonien sowohl in Oslo als auch in Stockholm wegen der Coronavirus-Pandemie in deutlich kleinerem Rahmen statt.

kle/no (dpa, epd, kna, rtr, ape, afp)