Freitag nach Unglückssprung raus | Mehr Sport | DW | 04.01.2018
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Vierschanzentournee

Freitag nach Unglückssprung raus

Für Skispringer Richard Freitag ist der Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee geplatzt. Nach einem Sturz im ersten Durchgang in Innsbruck hat der deutsche Hoffnungsträger keine Chance mehr auf den Goldenen Adler.

Für das Team der deutschen Skispringer müssen es viele Schrecksekunden gewesen sein, als Richard Freitag nach einem Flug auf 130 Meter nicht richtig landete und zu Boden stürzte. Die Bindungen seiner Skier lösten sich nicht, und so lässt sich von Glück reden, dass der 26-Jährige am Ende die Schanze doch auf eigenen Füßen verlassen konnte. Freitag hielt sich kurz den rechten Arm und den Oberschenkel. 

"Ich hoffe, dass er heute noch einmal springen kann. Schade, dass dieser großartige Sportler hier nicht belohnt wird", sagte Bundestrainer Werner Schuster im Anschluss an den Unglückssprung. Einen zweiten Sprung absolvierte Freitag, der mit 113,8 Punkten 22. des ersten Durchgangs wurde, nicht. Die Entscheidung, ob beim abschließenden Springen in Bischofshofen dabei sein wird, soll erst am Freitag fallen. "Aktuell ist es okay, er hat halt noch Schmerzen. Er kann noch nicht richtig belasten. Man muss nochmal den Tag abwarten, wie es sich morgen entwickelt", sagte DSV-Teamarzt Mark Dorfmüller am Donnerstagabend und gab eine erste "Entwarnung".

Kritik an Wettkampfführung

Bundestrainer Schuster kritisierte indes die  Wettkampfführung. Es sei definitiv zu viel Anlauf gewesen, "man hätte verkürzen müssen", so der 48-Jährige. "Ich habe das gestern schon befürchtet. Bei diesen Bedingungen darf man nie und nimmer so weit springen lassen."

Den Wettkampf in Innsbruck gewann Freitags polnischer Rivale und Titelverteidiger Kamil Stoch. Er darf nun auf die Wiederholung des Vierfachsieges von Sven Hannawald hoffen. Stoch gewann mit seinen Versuchen auf 130 und 128,5 Meter deutlich vor der Konkurrenz. Den zweiten Platz belegte der Norweger Daniel Andre Tande, das Podest auf Rang drei komplettierte Andreas Wellinger mit Sprüngen auf 133 und 126 Meter.

Insgesamt erzielten die die deutschen Skispringer auch ohne ihren Gesamtweltcup-Führenden ein starkes Teamergebnis. Hinter Wellinger landeten Markus Eisenbichler auf Rang acht, Stephan Leyhe auf Rang neun und Karl Geiger auf dem zwölften Platz.

Für die Österreicher lief es ähnlich schlecht wie in Garmisch-Partenkirchen vor drei Tagen. Doppel-Weltmeister Stefan Kraft kam nicht über Rang 24 hinaus, Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer schaffte es erst gar nicht in den zweiten Durchgang.

mrl/asz (sid, dpa)

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