Frauenfußball: Taktik, Schnelligkeit und Top-Tor | Sport | DW | 15.02.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Frauenfußball

Frauenfußball: Taktik, Schnelligkeit und Top-Tor

Überraschung im DFB-Team, ein sehenswertes Tor von Caroline Weir im Manchester-Derby und Bayern München und Wolfsburg siegen in der Bundesliga weiter eiskalt - das sind die Topthemen des Frauenfußballs in dieser Woche.

Frauen Bundesliga | VfL Wolfsburg - TSG 1899 Hoffenheim

Wolfsburg ist noch im Titelrennen - aber nur noch theoretisch

1. Bayern und Wolfsburg dominieren die Liga weiter

Wegen der Witterungsverhältnisse mussten in der Frauenfußball-Bundesliga vier Spiele abgesagt werden - die Topklubs Bayern und Wolfsburg konnten jedoch spielen. Wie erwartet gewannen die Münchenerinnen gegen Werder Bremen klar und deutlich mit 7:0. Die FCB-Frauen bleiben damit weiter in dieser Saison ungeschlagen. Verfolger Wolfsburg hingegen tat sich im Heimspiel gegen Hoffenheim deutlich schwerer. Ein Glückstor von Svenja Huth bescherte den Gastgeberinnen den knappen 1:0-Sieg und damit drei wichtige Punkte.

Der FC Bayern ist mit 42 Punkten weiterhin Tabellenführer, mit fünf Zähler Abstand folgen die Wolfsburgerinnen. Bereits abgeschlagen als Dritter mit 28 Punkten ist Hoffenheim. Auch wenn die TSG nicht um die Meisterschaft mitspielt ist Platz drei wichtig- er berechtigt zur Champions-League-Teilnahme.

Frauen Bundesliga | FC Bayern München Frauen - SV Werder Bremen

Flugkopfbal-Tor von Marina Hegering- Sieg für den FC Bayern

2. Almuth Schult zurück beim DFB

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft wird im Februar ihre ersten Spiele des Jahres bestreiten, zunächst gegen Belgien und dann gegen die Niederlande. Trainerin Martina Voss-Tecklenburg wählte 26 Spielerinnen aus, darunter eine Debütantin: die 21-jährige Torhüterin Stina Johannes von der SGS Essen. Für die größte Überraschung sorgte jedoch die Nominierung einer anderen Schlussfrau: Martina Voss-Tecklenburg lud die Wolfsburger Torhüterin Almuth Schult für ein paar Tage zum Training ein. 

Schult bestritt im Juni 2019 ihr letztes Spiel für Deutschland, im April 2020 wurde sie Mutter von Zwillingen. Obwohl die 30-Jährige bei ihrem Verein derzeit nur dritte Wahl ist, will Voss-Tecklenburg sehen, auf welchem Niveau sich Schult derzeit befindet.

3. Neuer Übertragungsvertrag für die Frauen-Bundesliga

Die Deutsche Telekom hat den derzeit laufenden Vertrag für die Übertragungsrechte der Frauen-Bundesliga um eine Saison bis 2022/23 verlängert - via Pay-TV streamt Telekom die Partien.

Obwohl einige Bundesliga-Begegnungen von der ARD gezeigt werden, sind Spiele im Free-TV selten zu sehen. Lediglich die Heimspiele der deutschen Frauen-Nationalmannschaft können Zuschauer live im frei empfangbaren Fernsehen verfolgen. 

Die Telekom bietet den Vereinen der Frauen-Bundesliga in dieser Saison immerhin eine neue Möglichkeit: Die Klubs können die Partien, die nicht von der Telekom gezeigt werden, auf ihren eigenen YouTube-Kanälen streamen. Leider beinhaltet die Vereinbarung ein Geoblocking, so dass internationale Zuschauer weiterhin außen vor bleiben.

4. Manchester ist blau - vorerst

Es ist es eines der am meisten beachteten Derbys im Fußball - und das Spiel zwischen Manchester City und Manchester United in der englischen Frauen-Superliga hat nicht enttäuscht.

Die Blues gewannen am Ende dank der Tore von Lucy Bronze, Lauren Hemp und Caroline Weir klar mit 3:0. Und der Treffer von Weir war ein Hingucker - der Clip wurde in den sozialen Medien bisher schon über eine Million Mal angeklickt. Die offensive Mittelfeldspielerin bekam den Ball in Strafraumnähe, täuschte Uniteds Jackie Groenen mit einer schönen Drehung und chippte den Ball dann über Torhüterin Mary Earps. 

5. Leupolz: "Englische Liga ist attraktiver

Melanie Leupolz spielte fast zehn Jahre lang in der deutschen Frauenfußball-Bundesliga, bevor sie im letzten Sommer zum FC Chelsea wechselte. Sie glaubt, dass die englische Liga attraktiver anzuschauen sei als die deutsche.

"Die Liga in England ist sehr ausgeglichen: Auch vermeintlich schwächere Gegner haben ihre Chancen im Spiel. Es wird etwas weniger Wert auf Taktik gelegt, dafür mehr auf Schnelligkeit. Das macht alles ein bisschen wilder und offener", sagte sie dem Münchner Merkur. Vielleicht ist das ein Denkanstoß für die Frauen-Bundesliga?

Die Redaktion empfiehlt