Flüchtlingselend in Syrien nimmt dramatisches Ausmaß an | Aktuell Nahost | DW | 04.11.2013
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Aktuell Nahost

Flüchtlingselend in Syrien nimmt dramatisches Ausmaß an

UN-Nothilfekoordinatorin Amos schlägt Alarm: Vor Winterbeginn ist die Zahl der Hilfsbedürftigen deutlich gestiegen. Um überleben zu können, brauchen jetzt mehr als neun Millionen Zivilisten dringend ausländische Hilfe.

UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos hat ein erschreckend düsteres Bild der humanitären Lage in Syrien gezeichnet, in dem der Bürgerkrieg mittlerweile seit mehr als zweieinhalb Jahren tobt. Die Situation für die Menschen vor Ort verschlechtere sich unaufhaltsam und rapide, beklagte sie vor dem Weltsicherheitsrat in New York.

Vier von zehn Menschen in Syrien sind nach ihren Worten dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen, um überleben zu können. Insgesamt wird die Zahl der Notleidenden auf etwa 9,3 Millionen geschätzt - das sind 2,5 Millionen Hilfsbedürftige mehr als noch im September. Insgesamt leben gut 22 Millionen Menschen in Syrien.

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Bürgerkrieg in Syrien - kein Ende in Sicht (01.11.2013)

6,5 Millionen Flüchtlinge

Amos wies zudem darauf hin, dass 6,5 Millionen Syrer vor Bombardements und Artilleriebeschuss ständig auf der Flucht sind - im eigenen Land. Laut UN-Schätzungen sind die Hälfte von ihnen Kinder.

Die UN-Diplomatin rief das höchste Gremium der Vereinten Nationen auf, den Druck auf die syrische Führung um Staatschef Baschar al-Assad und auf die Rebellen zu erhöhen, damit diese Helfer vorließen. Ohne ein Engagement des Sicherheitsrates werde es keine Fortschritte geben.

Menschenrechts- und Hilfsorganisationen beklagen seit langem, dass sie nur schwer oder gar nicht zu bedürftigen Zivilisten gelangen können.

UN-Nothilfekoordinatorin Amos (Foto: Getty Images)

UN-Nothilfekoordinatorin Amos

Unlängst sorgten Berichte über unterernährte Zivilisten in von der Armee belagerten Regionen und über den Ausbruch der Kinderlähmung im Nordosten des Landes für weitere Beunruhigung. Die Assad-Führung sagte jetzt die Lieferung von Impfstoffen und Nahrungsmitteln in die betroffenen Gebiete zu. Wie dies in umkämpften Regionen bewerkstelligt werden soll, ließ sie allerdings offen.

se/mak (rtr, afp, dpa)

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