First Lady sucht die Nähe zu Trump-Kritiker LeBron James | Aktuell Amerika | DW | 05.08.2018
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USA

First Lady sucht die Nähe zu Trump-Kritiker LeBron James

Unbeeindruckt von den Twitter-Ausfällen ihres Mannes geht First Lady Melania Trump eigene Wege: Sie erklärt sich solidarisch mit Basketball-Star LeBron James, den US-Präsident Donald Trump als dumm beschimpft hat.

Immer wieder gibt es Spekulationen über Probleme im Verhältnis zwischen US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania. Nun geht die 48-Jährige erneut demonstrativ auf Distanz zu ihrem Mann. Nach abfälligen Bemerkungen des Präsidenten über Basketball-Superstar LeBron James hat sich die First Lady positiv über den Sportler geäußert. "Es sieht so aus, als ob LeBron James daran arbeitet, im Namen unserer nächsten Generation Gutes zu tun", heißt es in einer Stellungnahme ihrer Sprecherin.

Zudem erklärte sich Melania Trump bereit, die Grundschule für benachteiligte Kinder zu besuchen, die James vor einigen Tagen im Bundesstaat Ohio eröffnet hatte. "Die First Lady ruft jeden dazu auf, einen offenen Dialog über die Probleme unserer Kinder heute zu führen", so die Sprecherin weiter. 

USA - LeBron eröffnet Schule in Ohio (picture-alliance/AP Images/P. Long)

LeBron James bei der Eröffnung einer Schule

Der US-Präsident hatte den Basketballspieler öffentlich geschmäht. Nach einem Interview des CNN-Moderators Don Lemon mit James twitterte Trump: "LeBron James wurde gerade vom dümmsten Mann im Fernsehen interviewt. Er ließ LeBron klug aussehen, was nicht einfach ist."

 

Damit reagierte Trump offenbar auf neue kritische Äußerungen des Sport-Stars. Dieser hatte Trump kürzlich vorgeworfen, den Sport zu missbrauchen, um die Bevölkerung zu spalten und Vorbehalte zu schüren. Trump hatte sich zuvor mehrfach Twitter-Wortgefechte mit afroamerikanischen Spitzensportlern geliefert, die seine Politik kritisierten.

Unterstützung von Kollegen

Rückendeckung bekommt der Spieler auch aus seiner Branche. "Ich unterstütze L.J. (LeBron James)", sagte Basketball-Legende Michael Jordan. Jeanie Buss, Präsidentin der Los Angeles Lakers, betonte, dass der Club nicht stolzer auf seinen neuen Spieler sein könnte. "Er ist ein unglaublich nachdenklicher und intelligenter Anführer." Superstar Stephen Curry forderte James auf, weiterzumachen. Andere aktive Profis griffen Trump direkt an. "Ich habe bislang nichts über ALL das DUMME Zeug, das dieser Mann getwittert hat, gesagt. Aber DAS ist eine Attacke auf die NBA-Bruderschaft", schrieb Anthony Tolliver, Spieler der Minnesota Timberwolves, bei Twitter. "Was für eine Peinlichkeit."

wo/sam (dpa, afp)

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