1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
KatastrophePakistan

Pakistan: Feuer zerstört Einkaufszentrum - viele Tote

Veröffentlicht 19. Januar 2026Zuletzt aktualisiert 19. Januar 2026

In Pakistans größter Stadt Karachi ist ein Einkaufszentrum mit mehr als 1200 Geschäften weitgehend ausgebrannt. Bislang gibt es 26 Todesopfer. Viele Menschen werden noch vermisst.

https://p.dw.com/p/5738M
Pakistan Karatschi 2026 | Rauch dringt aus einem schwarz verkohlen Gebäude, davor zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge
Noch immer kommt Rauch aus dem Einkaufszentrum "Gul Plaza" in Karachi Bild: Stringer/REUTERS

Der Großbrand in dem mehrstöckigen Gebäude "Gul Plaza" war am späten Samstag in der Hafenstadt Karachi in Pakistan ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich rasant in den Geschäften aus, in denen Kosmetika, Kleidung und Kunststoffwaren verkauft wurden, wie der Leiter der Rettungsdienste der Stadt, Abid Jalal Sheikh, mitteilte. Das Feuer im historischen Zentrum der Stadt wütete mehr als 24 Stunden lang, bevor es größtenteils gelöscht werden konnte. Noch immer schlagen kleine Flammen aus den Trümmern des Einkaufszentrums, so ein Feuerwehrmann. Bilder zeigen einen zerstörten und ausgebrannten Gebäudekomplex. 

Teil des Gebäudes steht lichterloh in Flammen
Lichterloh schlugen die Flammen aus den Geschäften Bild: Ahmad Kamal/Xinhua News Agency/picture alliance

Nach jüngsten Angaben der Behörden kamen mindestens 26 Menschen in den Flammen ums Leben, unter ihnen ist ein Feuerwehrmann. Murad Ali Shah, der Premierminister der südlichen Provinz Sindh, dessen Hauptstadt Karachi ist, gab in einer Pressekonferenz die Zahl der Vermissten mit mehr als 60 an. "Wir tun unser Bestes, um die Vermissten zu finden. Das hat derzeit Priorität“, versicherte er. 80 Menschen seien verletzt worden, fügte der Regierungschef hinzu. 

Nur zwei Notausgänge sollen funktioniert haben

Das Einkaufszentrum in Karachi war laut offiziellen Angaben der Behörden für 400 Läden ausgelegt. Tatsächlich sollen dort jedoch gut dreimal so viele Geschäfte untergebracht gewesen sein. Nur zwei Notausgänge seien funktionsfähig gewesen, hieß es weiter.

Bereits in der Vergangenheit haben sich in Karachi mit seinen knapp 15 Millionen Einwohnern folgenschwere Brände ereignet, die oft auf mangelhafte Sicherheitsstandards und illegale Bauweisen zurückgeführt wurden. Die Feuerwehren sind oft unterbesetzt und schlecht ausgerüstet - und damit kaum in der Lage, auf größere Notfälle zu reagieren.

So kamen im November 2023 bei einem Brand in einem Einkaufszentrum in der Stadt zehn Menschen ums Leben und 22 weitere wurden verletzt. Bei einem Großbrand in einer Bekleidungsfabrik in Karachi im Jahr 2012 gab es 260 Todesopfer.

se/pgr (dpa, ap, rtr)

Redaktionsschluss: 17.50 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert