Facebook wegen Datenmissbrauchs verklagt | Aktuell Amerika | DW | 19.12.2018
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Datensicherheit

Facebook wegen Datenmissbrauchs verklagt

Der Skandal um Cambridge Analytica holt Facebook wieder ein. Die Firma für Datenanalyse hatte Millionen von Nutzerdaten im US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump missbraucht. Jetzt landet der Fall vor Gericht.

Der US-Regierungsbezirk Washington DC reichte Klage gegen den Konzern von Tech-Milliardär Mark Zuckerberg ein. Generalstaatsanwalt Karl A. Racine macht das Unternehmen für den Datenmissbrauch verantwortlich. Er beschuldigt Facebook massiver Schlamperei beim Datenschutz, wegen der die Informationen vieler Nutzer im Wahlkampf 2016 für politische Manipulationen missbraucht werden konnten.

Brüssel EU-Parlament | Mark Zuckerberg, Facebook-CEO nach der Anhörung (Reuters/Y. Herman)

Mark Zuckerberg, Facebook-CEO, nach der Anhörung zur Datensicherheit im Europäischen Parlament in Brüssel. Die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzer sollen betroffen sein.

Facebook äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. "Facebook hat es verfehlt, die Privatsphäre seiner User zu schützen und sie darüber getäuscht, wer Zugang zu ihren Daten hatte und wie diese genutzt wurden", sagte Racine.

An der Börse geriet Facebook stärker unter Druck. Im März hatte der Cambridge-Analytica-Skandal Facebook in eine schwere Krise gestürzt. Es wurde bekannt, dass die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, sich vor Jahren Zugang zu Daten von Millionen Nutzern verschafft hatte.

ni/rb (dpa, rtr)

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