Facebook sperrt vor US-Wahl 115 Nutzerkonten | Aktuell Amerika | DW | 06.11.2018
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Soziale Medien

Facebook sperrt vor US-Wahl 115 Nutzerkonten

Facebook ist vorsichtig geworden. Kurz vor der US-Kongresswahl hat das soziale Netzwerk rund 30 Nutzerkonten wegen mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme gesperrt. Auch 85 Nutzerkonten von Instagram wurden blockiert.

Der Internet-Konzern wurde nach eigenen Angaben von US-Behörden über Online-Aktivitäten informiert, die in Verbindung zu ausländischen Akteuren stehen könnten. Daraufhin seien rund 30 verdächtige Facebook-Konten und 85 Instagram-Konten identifiziert worden. Instagram ist eine Tochterfirma von Facebook.

Die betroffenen Konten werden jetzt tiefergehend analysiert, wie der für Cybersicherheit bei Facebook zuständige Nathaniel Gleicher weiter mitteilte. Die meisten Facebook-Seiten, die mit diesen Accounts verbunden sind, seien augenscheinlich in französischer oder russischer Sprache gehalten gewesen. Die Instagram-Konten indes seien in englischer Sprache gewesen und hätten entweder Berühmtheiten oder politische Debatten zum Thema gehabt, so Facebook weiter.

"Koordiniertes" Vorgehen?

"Wir haben diese Konten sofort blockiert und untersuchen sie nun detailliert", erklärte Facebook. Es bestehe der Verdacht eines "koordinierten" Vorgehens. Bei der Analyse geht es unter anderem darum, ob die Konten von der russischen Internet Research Agency oder anderen Gruppen gesteuert werden. Die USA haben die Organisation der russischen Regierung beschuldigt, sich mit Posts in Sozialen Medien, die falsche Informationen verbreiten und Zwietracht säen sollen, in die US-Politik einzumischen.

In den USA steht nach wie vor der Verdacht im Raum, Russland habe sich bei der Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Donald Trump eingemischt. Die Ermittlungen dauern an, um zu klären, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Russland getroffen hat.

Bei den Kongresswahlen werden die Weichen für die zweite Amtshalbzeit von US-Präsident Donald Trump gestellt. Gewählt werden sämtliche 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren. Bislang beherrscht Trumps Republikanische Partei beide Kammern. Die Umfragen geben den oppositionellen Demokraten gute Chancen, zumindest die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erlangen.

kle/jv (afp, rtre, dpa)  

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