Fünf Tote bei Selbstmordanschlägen in Kamerun | Aktuell Afrika | DW | 20.09.2015
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Afrika

Fünf Tote bei Selbstmordanschlägen in Kamerun

Im Norden Kameruns haben sich zwei Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt. Dabei wurden neben den beiden Terroristinnen drei weitere Menschen getötet.

Kameruner Elitesoldaten in einem Militärfahrzeug (Foto: picture-alliance/dpa/N. Chimtom)

Neue Anschläge in Kamerun: Elitesoldaten jagen Kämpfer von Boko Haram

Der Anschlag ereignete sich in der Stadt Mora. Nach Militärangaben zündeten zwei Frauen Sprengsätze während einer Polizeikontrolle. Mora liegt nur wenige Kilometer von den Hochburgen der Islamisten-Miliz Boko Haram im Nordosten Nigerias entfernt. Diese haben wiederholt Anschläge im benachbarten Kamerun verübt.

1,4 Millionen Kinder in Afrika fliehen vor Boko Haram

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 1,4 Millionen Kinder in Afrika auf der Flucht vor der Gewalt der Terrorgruppe Boko Haram. Wegen der starken Zunahme der Attacken der islamistischen Extremisten seien allein in den vergangenen fünf Monaten 500.000 Kinder vertrieben worden, teilte das UN-Kinderhilfswerks Unicef mit. Knapp 1,2 Millionen von ihnen seien im Nordosten Nigerias auf der Flucht, weitere 265.000 in den Nachbarländern Kamerun, Tschad und Niger.

Die sunnitischen Boko-Haram-Fundamentalisten wollen im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten der Nachbarländer einen sogenannten Gottesstaat errichten. Seit 2009 kamen bei Angriffen und Anschlägen der Gruppe mindestens 14.000 Menschen ums Leben.

Kamerun geht seit dem vergangenen Jahr verstärkt gegen Boko Haram vor. Die Islamisten hatten den äußersten Norden des Landes bislang wiederholt als Rückzugs- und Vorbereitungsgebiet für Aktionen in Nigeria genutzt.

hf/uh (rtrd, dpa, epd)