Extremisten erstürmen Hotel in Burkina Faso | Aktuell Afrika | DW | 15.01.2016
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Aktuell Afrika

Extremisten erstürmen Hotel in Burkina Faso

Heftige Schusswechsel in der Hauptstadt Ougadougou vor einem bei Ausländern beliebten Hotel zwischen Sicherheitskräften und vermutlich islamistischen Angreifern. Diese sollen mehrere Geiseln genommen haben.

In das große Hotel "Splendid" und ein Casino im Geschäftsbezirk der Hauptstadt des westafrikanischen Burkina Faso sind offensichtlich mehrere schwer bewaffnete Extremisten eingedrungen. Sie haben sich laut Augenzeugen in dem bei westlichen Ausländern und UN-Mitarbeitern belieben Luxusetablissement verschanzt. Zuvor waren vor dem Gebäude zahlreiche Sprengkörper detoniert, Korrespondenten berichteten, zahlreiche Fahrzeuge stünden in Flammen.

Feuer und Rauch steigen aus dem Hotel Splendid in Ouagadougou auf (foto. reuters n. TV-Bericht)

Feuer und Rauch steigen aus dem Hotel "Splendid" in Ouagadougou auf

Ein AFP-Reporter sah drei bewaffnete Männer mit Turban Schüsse abgeben. Neben dem Hotel nahmen sie auch das Restaurant "Cappucino" auf der gegenüberliegenden Seite der Kwame-Nkrumah-Allee ins Visier, das ebenfalls von Europäern frequentiert wird. Restaurant-Angestellte berichteten von mehreren Toten.

Nach stundenlangen Scharmützeln bekannte sich die Extremistengruppe "Al Kaida im islamischen Maghreb" (AQMI) zu dem Angriff. Die französische Botschaft sprach von einem "Terrorangriff".

Burkina Faso ist bislang von Anschlägen radikaler Islamisten weitgehend verschont geblieben. Es grenzt im Norden an Mali, wo es in den vergangenen Jahren wiederholt Überfälle von Dschihadisten auf von Ausländern besuchte Hotels gab.

Die Armee Burkina Fasos berichtete unterdessen von einem Angriff an der Grenze zu Mali, bei dem zwei Menschen getötet worden seien. Etwa 20 bewaffnete Männer hätten Gendarmen im Dorf Tin Abao überfallen.

SC/cw (afp, APE, rtr)

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