ESC-Vorentscheid 2019: Die deutschen Kandidaten | Kultur | DW | 22.02.2019
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Gesangswettbewerb

ESC-Vorentscheid 2019: Die deutschen Kandidaten

Unser Lied für Israel: Sieben junge Acts kämpfen um die Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2019. Sie alle wollen für Deutschland singen und in die Fußstapfen von Michael Schulte treten, der 2018 ESC-Vierter wurde.

Das Auswahlverfahren war aufwändig: Eine 100 Mitglieder starke Jury aus deutschen Musikern, Journalisten und Fans sowie eine weitere internationale 20-köpfige Fachjury wählten aus fast 200 Bewerbern - die ihrerseits schon eine Vorauswahl überstehen mussten. In weiteren Bewertungsschritten kamen die Jurys letztendlich auf das nun feststehende Bewerberfeld.

Großteils selbst komponierte Songs

Die jungen Künstler haben sich in den letzten Wochen intensiv vorbereitet, unter anderem während eines Songwriting-Camps. Dort hatten sie Gelegenheit, zusammen mit nationalen und internationalen Songschreibern zusammenzuarbeiten. Fast alle Songs, die wir am 22.2. hören werden, sind Ergebnisse des Workshops und von den Künstlern mit geschrieben worden. Nur ein Lied wurde von einem internationalen Komponistenteam eingereicht und von den Jurys für geeignet befunden.

Udo Lindenberg singt in ein Mikrofon (picture-alliance/dpa/C. Charisius)

Udo Lindenberg singt zusammen mit Andreas Bourani

Die Show am Freitag (22. Februar 2019) wird auch von der Deutschen Welle live ab 20:15 Uhr MEZ übertragen. Es moderiert Deutschlands frechste Moderatorin Barbara Schöneberger zusammen mit der Tagesschau-Moderatorin Linda Zervakis. Im Zwischenprogramm dürfen sich die Fans auf Auftritte von Michael Schulte freuen - er hatte 2018 den vierten Platz beim ESC in Lissabon gemacht - außerdem tritt Lena auf, die ESC-Siegerin von 2010, Udo Lindenberg, Andreas Bourani und die Band Revolverheld.

Andere Nationen sind schneller

Momentan finden in den 42 Teilnehmerländern die Vorentscheide statt - mit verschiedenen Auswahlverfahren. Um viele der möglichen Kandidaten hat es im Vorfeld in ESC-Fankreisen heiße Diskussionen gegeben, wie etwa über die österreichische Berwerberin Hyäne Fischer, die mit ihrer Optik und verschiedenen Anspielungen auf Nazi-Ästethik nicht überall Freunde gefunden hatte. Österreich schickt nun die Sängerin Paenda mit "elektronischer Tanzmusik" ins Rennen. Finnland schickt seinen bekanntesten DJ Darude nach Tel Aviv - er hatte mit "Sandstorm" im Jahr 2000 einen weltweiten Techno-Hit. Frankreich wird von Bilal Hassani vertreten - ein homosexueller Youtuber mit marokkanischer Herkunft, dessen Vorbild die österreichische ESC-Siegerin Conchita Wurst ist. Polen setzt in diesem Jahr mit der Damencombo "Tulia" auf Folklore. Auch Australien, Kroatien, Slowenien und Griechenland haben bereits gewählt.

Eurovision Song Contest in Stockholm Sergey Lazarev (DW/S. Wünsch)

In Stockholm überzeugte Lazarev mit einer trickreichen Show

Russland setzt noch einmal auf einen Star: Sergey Lazarev holte in Stockholm 2016 knapp den dritten Platz - nun soll er den Sieg nach Hause bringen. Auch das Gastgeberland hat bereits entschieden: Israel schickt den Sänger Kobi Marimi in den Wettbewerb. Er hatte sich in einer TV-Castingshow durchgesetzt und überzeugte die Jury mit seiner samtigen Soulstimme und Crooner-Qualitäten.

Die internationalen Vorentscheide dauern noch bis zum 9. März. Schon jetzt ist klar: Das Teilnehmerfeld in Tel Aviv wird wieder bunt gemischt sein. Nun liegt es am deutschen Publikum und an den Jurys, den richtigen Riecher zu haben.

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