ESC-Sieger Salvador Sobral hat ein neues Herz | Kultur | DW | 12.12.2017
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Kultur

ESC-Sieger Salvador Sobral hat ein neues Herz

Im September hatte sich Sobral von seinen Fans verabschiedet und wartete seitdem im Krankenhaus auf ein Spenderherz. Nun ist die Operation geglückt und der Sänger auf dem Weg der Besserung.

Sobral habe sich Musik während der Operation gewünscht, erzählte der behandelnde Chirurg Miguel Abecasis bei der Pressekonferenz nach dem schweren Eingriff. Die Operation sei gut verlaufen, so der Arzt weiter, "Wenn alles gut geht, wird er ein völlig normales Leben haben können." Fans hoffen sogar, dass Sobral beim ESC 2018 auf der Bühne stehen könnte.

Seit seinem Sieg beim Eurovision Song Contest in der Ukraine wird Salvador Sobral in Portugal wie ein Nationalheld gefeiert. Mit der zuckersüßen Jazzballade "Amar Pelos Dois" hat er seinem Land den ersten Sieg beim internationalen Song-Wettbewerb beschert. Im September gab er dann ein - vorläufiges - Abschiedskonzert in Lissabon, mit dem Titel "Até já" (bis bald), bei dem viele Tränen geflossen sind. Später stellte Sobral noch eine Videobotschaft ins Netz, in der er verkündete, dass er seinen Körper jetzt für die Wissenschaft zur Verfügung stellen wolle. Kurz vor der Operation sei Sobrals Zustand kritisch gewesen, weiß die "Bild", so kam das Spenderherz gerade rechtzeitig.

ESC-Teilnehmer stehen fest

Australische Sängerin Jessica Mauboy (picture-alliance/dpa/N. Linares)

Jessica Mauboy beim ESC 2014 in Kopenhagen

Währenddessen hat die EBU (Europäische Rundfunkunion) das Teilnehmerfeld für den ESC 2018 bekanntgegeben. Insgesamt werden 43 Länder antreten, das ist die höchste Teilnehmerzahl in der Geschichte des ESC, genau so viele waren es nur einmal, 2011 in Düsseldorf. Russland wird nach demEklat des vergangenen Jahres 2018 wieder am Start sein. Mit dabei sind auch wieder Israel und Australien. Letztere haben soeben bekanntgegeben, wer den Kontinent am anderen Ende der Welt vertritt: Es ist eine der derzeit erfolgreichsten Sängerinnen des Kontinents, die Aborigine Jessica Mauboy. Sie hat schon ein bisschen ESC-Erfahrung: Schon 2014 stand sie in Kopenhagen auf der Bühne und präsentierte den damaligen ESC-Neuling Australien in einem Gastauftritt.

Deutschland wird seinen Kandidaten diesmal von mehreren Gruppen auswählen lassen: Die Fernsehzuschauer, ein sogenanntes "Europa-Panel", bestehend aus 100 Mitgliedern, und eine 25-köpfige internationale Experten-Jury. Davon erhofft man sich ein glücklicheres Händchen bei der Song- und Kandidatenauswahl als in den letzten drei Jahren, in denen Deutschland auf den letzten Plätzen gelandet ist.

"All Aboard!"

Eurovision Song Contest ESC 2011 Lichteffekte in der Arena (DW)

Florian Wieder hat u.a. auch die Bühne 2011 in Düsseldorf gestaltet

Wie so oft in den vergangenen Jahren ist der deutsche Designer Florian Wieder für das Bühnenbild verantwortlich. Er hat sich dabei von der Geschichte Portugals als Seefahrernation inspirieren lassen - so werden klassische Navigationsinstrumente nachempfunden, Weltkarten, die Wellenbewegung des Meeres und Schiffe. Erstmals seit langem wird auf LEDs und Projektionen verzichtet - vielleicht eine neue Schlichtheit, passend zum schlichten Siegertitel aus Portugal. Designer Wieder: "Der ESC 2018 wird alle auf eine Expedition zu vielen unterschiedlichen Kulturen mitnehmen. Eine Reise durch den Ozean der Musik, um andere Nationen zu entdecken, sie zu verbinden und letztendlich zu vereinen." Das Motto des ESC 2018 heißt "All Aboard!" - Alle Mann an Bord!

 

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