Eric Schmidt: Der Oberboss von Google geht | Aktuell Amerika | DW | 22.12.2017
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USA

Eric Schmidt: Der Oberboss von Google geht

Ein aufsehenerregender Führungswechsel in der US-Industrie - bei einem Unternehmen, das längst weltweit die Digitalwirtschaft bestimmt: Wer wie Eric Schmidt die Firma Alphabet führte, hatte auch das Sagen bei Google.

Der langjährige Google-Chef Eric Schmidt (Artikelbild) gibt den Vorsitz im Verwaltungsrat des Dachkonzerns Alphabet auf. Er wolle sich stärker mit Wissenschaft, Technologie und Wohltätigkeit beschäftigen, ließ der Topmanager wissen. Er werde aber Mitglied in dem Aufsichtsgremium bleiben und weiter als Berater aktiv sein, teilte Alphabet mit.

Der 62-Jährige war 2001 an die Spitze von Google geholt worden, als Aufsicht für die jungen Gründer Larry Page und Sergey Brin. Zehn Jahre später gab er seinen Chefposten an Page ab und wurde Vorsitzender des Verwaltungsrates. Diesen Job behielt er auch, als 2015 der neue Dachkonzern mit dem - international nicht so bekannten - Namen Alphabet gegründet wurde.

Um den Einfluss von Eric Schmidt ermessen zu können, muss man wissen, dass in den USA ein Verwaltungsrat mehr Vollmachten hat als etwa deutsche Aufsichtsräte. So bestimmt er unter anderem die Strategie eines Unternehmens mit.

USA Google Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien (picture-alliance/AP Photo/M. J. Sanchez)

Eine Firmenzentrale in Mountain View, Kalifornien

Noch im Sommer war Schmidt auch auf politischer Bühne aufgetreten: Bei dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump äußerte er sich - neben den Spitzenmanagern von Apple, Amazon, Microsoft und anderen Technologieunternehmen - über eine Modernisierung der Computersysteme der US-Verwaltung. Der Präsident rief allerdings mit seiner Klima- und Migrationspolitik auch Widerspruch bei den Tech-Konzernen hervor.

ml/bru (dpa, rtr, ap)

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