Erdogan: Nachkriegs-Syrien nur ohne Assad | Aktuell Nahost | DW | 27.12.2017
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Syrien

Erdogan: Nachkriegs-Syrien nur ohne Assad

Der türkische Präsident Erdogan sieht in der Zusammenarbeit mit dem syrischen Machthaber keine Zukunft für das Bürgerkriegsland. Assad ist für ihn ein "Terrorist".

Eine Nachkriegsordnung in Syrien mit Präsident Baschar al-Assad an der Spitze ist für den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan unvorstellbar. "In Syrien mit Assad zu gehen, funktioniert absolut nicht", sagte er nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu bei einem Besuch in Tunis (Artikelbild).

Assad sei ein "Terrorist", fügte Erdogan auf der Pressekonferenz mit seinem tunesischen Amtskollegen Beji Caid Essebsi hinzu. Man könne keine Zukunft mit einem Präsidenten planen, der "fast eine Million Bürger getötet" habe, sagte Erdogan.

Syrien: Erdgan trägt Mitschuld an "Blutbad"

Damaskus konterte über die staatliche Nachrichtenagentur, Erdogan habe die Türkei in ein "riesiges Gefängnis" verwandelt und ersticke die Medien. Das syrische Außenministerium kritisierte Erdogan für seine "Hauptverantwortung im syrischen Blutbad".

Die Türkei steht seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 auf der Seite der Rebellen. Russland und der Iran sind Verbündete Assads. Die drei Länder hatten sich auf einen Termin Ende Januar für den sogenannten Kongress der Völker Syriens geeinigt, auf dem Vertreter syrischer Gruppen eine Nachkriegsordnung für das Bürgerkriegsland verhandeln sollen. Die vom Westen unterstützte syrische Opposition lehnt die von Russland initiierte Syrien-Konferenz jedoch ab. Sie befürchtet unter anderem, dass Russland die Bedingungen diktieren will.

myk/gri (dpa, ape, afpe)