Erdogan kündigt Militäroffensive gegen Kurden an | Aktuell Welt | DW | 05.08.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Syrien-Konflikt

Erdogan kündigt Militäroffensive gegen Kurden an

Die Geduld der Türkei gehe zu Ende, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Nun werde man in kurdisches Gebiet in Nordsyrien einrücken. Die USA und Russland seien über den Plan informiert.

Video ansehen 00:47

Erdogan: Türkei vor neuer Militäroffensive

Erdogan zählte vor Anhängern im westtürkischen Bursa vergangene Militäreinsätze der Türkei in Syrien auf und sagte: "Meine Geschwister, nun werden wir in den Osten des Euphrats einrücken." Das Gebiet dort wird von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert. 

Syrien YPG-Kämpfer in Qamishli (Reuters/R. Said)

Kurdische Kämpfer der YPG bei einer Militärparade im syrischen Qamishli im März 2019

Bereits Ende Juli hatte Erdogan nach gescheiterten Gesprächen mit den USA zur Einrichtung einer Pufferzone im Norden Syriens eine Offensive angekündigt: "Wir sind entschlossen, den Terror-Korridor östlich des Euphrats zu zerstören." In den vergangenen Tagen hatte die Türkei ihre Truppen an der Grenze zu Syrien verstärkt. Die Türkei fordert schon seit Jahren eine Pufferzone im von der Kurdenmiliz YPG beherrschten Gebiet in Nordsyrien. Sie will, dass sich die YPG von dort zurückzieht, und hat wiederholt mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz gedroht.

USA wollen Angriff auf Kurden verhindern

Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. Für die USA ist die YPG dagegen ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sie wollen einen Angriff auf ihre Verbündeten verhindern.

nob/gri (dpa, rtr, ap)

Video ansehen 42:36

DokFilm - Rojava - Nordsyrien: Die Kurden zwischen Krieg und Demokratie (03.08.2019)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema