Epsteins Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell will gegen Millionen-Kaution aus Haft | Aktuell Amerika | DW | 15.12.2020
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Sexueller Missbrauch

Epsteins Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell will gegen Millionen-Kaution aus Haft

Epsteins Ex-Partnerin, die wegen Verführung Minderjähriger angeklagt ist, versucht schon zum zweiten Mal, auf diese Weise aus dem Gefängnis zu kommen. Bislang blieb die US-Justiz hart.

 Ghislaine Maxwell auf einem Foto aus dem Jahr 2013

Ghislaine Maxwell auf einem Foto aus dem Jahr 2013

Die Ex-Partnerin des wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Multimillionärs Jeffrey Epstein will mit Hilfe einer Millionen-Kaution freikommen. Ghislaine Maxwell habe angeboten, 28,5 Millionen Dollar (etwa 23,5 Millionen Euro) zu hinterlegen, berichteten der Sender ABC und andere Medien unter Berufung auf am Montag veröffentlichte Gerichtsdokumente. Von dem Betrag sollten 22,5 Millionen Dollar aus dem gemeinsamen Vermögen von Maxwell und ihrem Ehemann kommen. 

Auch Familie und Freunde wollen zahlen  

Für die restliche Summe sollten Maxwells Familie und Freunde aufkommen. Über den Antrag werde in den kommenden Tagen Richterin Alison Nathan entscheiden. Nathan hatte im Juli und August bereits zwei ähnliche Anträge der heute 58-Jährigen - auf Freilassung gegen Kaution und auf Verlegung aus der Einzelhaft - abgelehnt.

Protestaktion gegen Jeffrey Epstein Anfang Juli 2019 vor einem Gerichtsgebäude in New York

Protestaktion gegen Jeffrey Epstein Anfang Juli 2019 vor einem Gerichtsgebäude in New York

Maxwell wurde Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Gegen sie wird in sechs Punkten Anklage erhoben, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Maxwell hatte Mitte Juli vor Gericht eine Beihilfe jedoch bestritten und auf "nicht schuldig" plädiert.

Epstein nahm sich 2019 das Leben

Ihr Ex-Partner Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 entging er in dieser Sache einem Bundesverfahren, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz danach in einer Gefängniszelle das Leben.

sti/ww (ap, dpa, rtr)

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