Die Macht der Monarchien in Europa | DW-RADIO | DW | 28.03.2009
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Die Macht der Monarchien in Europa

Sie feiern romantische Traumhochzeiten, leben in luxuriösen Schlössern und sind Vorbilder, wenn es um Tradition und Etikette geht: die Könige und Prinzen Europas.

Prunkvolle Kutschfahrt in Großbritannien: Königin Elisabeth II. ist die dienstälteste Monarchin Europas (Foto: AP)

Eine Kutschfahrt wie im Märchen: Königin Elisabeth II. unterwegs

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren lediglich vier Staaten in Europa Republiken: Frankreich, Portugal, die Schweiz und San Marino. Rund tausend Jahre hatte der Adel als Machtelite auf dem Kontinent das Sagen und auch im Europa des 21. Jahrhunderts gibt es sie noch: die Monarchie als Staatsform - trotz demokratisch gewählter Regierungen: In Skandinavien, den Benelux-Staaten, Spanien, Großbritannien, Liechtenstein und Monaco.

Traumhochzeit 2010 in Schweden

Die schwedische Kronprinzessin Victoria und ihr Freund Daniel Westling auf dem Weg zur Geburtstagsparty des dänischen Kronprinzen Frederik (Foto: dpa)

Die schwedische Kronprinzessin Victoria und ihr Freund Daniel Westling auf dem Weg zur Geburtstagsparty des dänischen Kronprinzen Frederik

In Schweden wird im kommenden Jahr die letzte Prinzessin aus dem Kreis der europäischen königlichen Thronfolger heiraten – und zwar einen Bürgerlichen. Damit folgt Victoria von Schweden, die mit ihrem ehemaligen Fitness-Trainer liiert ist, allerdings nur dem allgemeinen Trend:

Kronprinz Haakon in Norwegen zum Beispiel ist seit Jahren mit der bürgerlichen Mette-Marit glücklich, früher eine eher skandalumwitterte Alleinerziehende. Die Ehefrau von Kronprinz Frederik von Dänemark heißt Mary Donaldson und kommt vom anderen Ende der Welt aus Tasmanien. Und Victorias eigener Vater ehelichte schließlich auch die deutsche Silvia Sommerlath, die er als Olympiahostess 1972 in München kennengelernt hatte. Aus Stockholm berichtet Alexander Budde.

Herrscher eines gespaltenen Landes

Belgien ist nach Norwegen (1905) die zweitjüngste der europäischen Monarchien; existiert als solche seit 1830. Die Könige dort haben bis heute die Aufgabe, das dreisprachige Land zu einen und zu stabilisieren. Heute ist Albert Félix Humbert Theodore Christian Eugène Marie, Prinz von Lüttich an der Macht, besser bekannt als König Albert II.

Der Nachkomme des deutschen Hauses Sachsen-Coburg-Gotha kämpft gegen die politische Zerstrittenheit seiner 11 Millionen Untertanen und muss vor allem zwischen den beiden großen Volksgruppen, den Flamen und den Wallonen vermitteln. Über die Geschichte der belgischen Monarchie und über Freud und Leid des belgischen Königs berichtet Katrin Matthaei.

Der Monarch als Retter der Demokratie

König Juan Carlos und Königin Sofia am 27. November 1975 während der Krönungsmesse in der Kirche von San Jeronimo el Real in Madrid (Foto: AP)

König Juan Carlos und Königin Sofia am 27. November 1975 während der Krönungsmesse in der Kirche von San Jeronimo el Real in Madrid

Wenn man in Spanien auf der Straße nach dem König fragt, so ist die Begeisterung in den allermeisten Fällen groß. Denn Juan Carlos der I, der Monarch, gilt als der Mann, der Spanien die Demokratie sicherte. Bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte es in Spanien blutige Auseinandersetzungen den Thron und die Macht gegeben, bis 1931 schwangen zuletzt die französischen Bourbonen recht erfolglos das Zepter.

Doch König Alfons VIII musste 1931 das Land verlassen, es folgten die Ausrufung der Republik, später Bürgerkrieg und eine Militärdiktatur bis 1975. Danach dann die in Europa einzigartige Rückkehr zur Monarchie, wieder mit einem Nachkommen der Bourbonen. Nina Funke-Kaiser war für uns in Madrid.

Eine Königin der Superlative

Königin Elisabeth II. von Großbritannien ist nicht nur die Dienstälteste im Kreise der europäischen Königinnen und Könige. Sie ist außerdem Oberhaupt der anglikanischen Kirche und Staatoberhaupt in 15 weiteren Staaten des Commonwealth wie Kanada oder Australien.

Nebenbei ist sie auch noch die reichste Frau Großbritanniens: Ihr Vermögen wird auf etwa 400 Millionen Euro geschätzt. Jährlich zahlt der britische Staat rund 50 Millionen Euro an das Königshaus - für PersonaI, Staatsbesuche und den Erhalt der Schlösser. Außerdem ist Elisabeth II. die einzige Monarchin, die man noch regelmäßig mit ihrer wertvollen Krone auf dem Haupt sieht.

Jedes Jahr zur Parlamentseröffnung trägt Königin Elisabeth II. ihre Krone - und insgesamt schon weit über ein halbes Jahrhundert. Ein Portrait von Ariane Hoffmann.

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