Die Berlinale verneigt sich vor Willem Dafoe | Filme | DW | 19.02.2018
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Filme

Die Berlinale verneigt sich vor Willem Dafoe

Willem Dafoe hat schon mehr als 100 Rollen gespielt, darunter Jesus und Spider-Mans Widersacher. Nun hat die Berlinale den Schauspieler mit einer Hommage und einem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk geehrt.

Im Alter von 17 Jahren begann der Amerikaner Willem Dafoe sein Studium der Theaterwissenschaften an der University of Wisconsin. Nach nur zwei Semestern brach er es jedoch ab - und legte eine steile Karriere als Schauspieler hin.

Martin Scorsese, Oliver Stone, Wes Anderson, Alan Parker, David Lynch, Lars von Trier - die Liste der Regie-Größen, mit denen Dafoe bisher gedreht hat, ist lang. Um einige der Streifen wieder in Erinnerung zu rufen, zeigt die Berlinale nun zehn von ihnen. Darunter Oliver Stones "Platoon" von 1986 und "Shadow of the Vampire" von E. Elias Merhige aus dem Jahr 2000. Seinen bisher größten kommerziellen Erfolg feierte Dafoe als grüner Kobold in "Spider-Man" und "Spider-Man 2".

Drei Oscar-Nominierungen und ein Ehrenbär

Für seine überzeugende Darstellung eines US-Soldaten in "Platoon" und die des blutsaugenden Vampir-Schauspielers Max Schreck in "Shadow of the Vampire" wurde Dafoe für einen Oscar nominiert. Mitnehmen durfte er die begehrte Statue bislang jedoch nicht. Bei der diesjährigen Oscar-Zeremonie hat er noch einmal die Chance: Für seine Rolle als Manager einer armseligen Motel-Anlage in der Nähe des Disneylands in Florida ist er für einen Academy Award als bester Nebendarsteller nominiert. Der Film "The Florida Project" entstand unter der Regie von Sean Baker und kommt Mitte März in die deutschen Kinos. Eine Trophäe ist Dafoe jedoch jetzt schon sicher: Am Dienstagabend (20.02.2018) wurde dem 62-Jährigen der Goldene Ehrenbär für sein Lebenswerk bei den Filmfestspielen in Berlin überreicht.

ld/rey (berlinale, dpa, Munzinger)

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