DFB-Team: Undav und Karl mit starkem WM-Test gegen Finnland
1. Juni 2026
"Es sind die unteren Arschbacken", erklärte der Mann des Tages nach dem Test-Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Finnland, was ihm wehtat. Zuvor hatte Deniz Undav beim 4:0-Sieg des DFB-Teams eine gute Leistung gezeigt, zwei Tore selbst erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet.
Danach schmerzten die Oberschenkelrückseiten und der Stürmer des VfB Stuttgart musste eine halbe Stunde vor Schluss ausgewechselt werden - seine Teilnahme an der Fußball-WM, die in zehn Tagen losgeht, ist aber nicht in Gefahr.
"Mir geht es gut. Ich denke nicht, dass es etwas Ernsthaftes ist", sagte Undav. "Ein, zwei Tage Pause - dann geht es weiter."
Julian Nagelsmann: "So können wir weitermachen"
Vor 25.122 Zuschauern im Stadion von Mainz hatte Undav die deutsche Mannschaft mit einem Kopfballtreffer nach Eckstoß in Führung gebracht (34. Minute). Kurz nach der Pause legte er Florian Wirtz das 2:0 auf (48.).
Keine zehn Minuten später schloss Undav einen Konter erfolgreich ab und erzielte das 3:0 (57.). Das Tor zum 4:0-Endstand besorgte Jamal Musiala mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (63.).
Bundestrainer Julian Nagelsmann verließ das Mainzer Stadion gut gelaunt. "So können wir weitermachen", sagte er nach dem gelungenen Auftritt im vorletzten WM-Testspiel. "Über weite Strecken bin ich sehr zufrieden. Wir haben die Stärke, immer Tore zu machen."
"Straßenkicker" Lennart Karl vor Leroy Sané?
Neben Undav machte auch Lennart Karl vom FC Bayern München auf sich aufmerksam. Der 18-Jährige sorgte bei seinem Startelfdebüt für viel Gefahr auf dem rechten Flügel. Neben seiner Vorlage zum 3:0 traf er einmal den Außenpfosten.
"Bei Lenny ist viel passiert in den letzten sieben Monaten. Er ist ein Straßenkicker", lobte Nagelsmann. Im Kampf mit Leroy Sané um den Platz in der Startelf auf der rechten Offensivseite dürfte Karl nun vorne liegen.
Neben Karl nähern sich Bayerns Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha von Borussia Dortmund zwei weitere WM-Debütanten der Startelf an. Die beiden machten auf der Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld ein gutes Spiel.
"Die beiden haben es gut gemacht, aber sie sind auch weiter gefragt, es gut zu machen", sagte Nagelsmann noch zurückhaltend und wies auf die teaminterne Konkurrenz durch Angelo Stiller, Pascal Groß und den offensiv stärkeren Leon Goretzka hin.
Auf der linken Außenverteidigerposition durfte sich erneut Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt zeigen und bestätigte den starken Eindruck. "Nene ist ein Spieler mit sehr viel Potenzial, defensiv ein sehr guter Eins-gegen-eins-Spieler gegen Speedspieler. Offensiv fühlt er sich sehr wohl, er ist einfach ein guter Fußballer", lobte Nagelsmann.
Applaus für Oliver Baumann
Einen kleinen Trost gab es für Oliver Baumann. Zum einen durfte der zur Nummer zwei degradierte Torhüter spielen, weil DFB-Rückkehrer Manuel Neuer an der Wade verletzt ist. Zum anderen erhielt Baumann von den deutschen Fans bei seinem ersten Ballkontakt viel Applaus und wurde in der Schlussphase sogar mit Sprechchören bedacht.
Wird Neuer pünktlich wieder fit, muss Baumann allerdings wieder auf der Bank Platz nehmen - wahrscheinlich auch dann, wenn Neuer auch für den letzten WM-Test am 6. Juni in Chicago gegen Co-Gastgeber USA nicht zur Verfügung steht.
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Deutschland - Finnland 4:0 (1:0)
Tore: 1:0 Undav (34.), 2:0 Wirtz (48.), 3:0 Undav (57.), 4:0 Musiala (63.)
Zuschauer in Mainz: 25.122