DFB-Elf: Am Weltmeister gekratzt | Sport | DW | 06.09.2018
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Nationalmannschaft

DFB-Elf: Am Weltmeister gekratzt

Im ersten Spiel nach dem WM-Debakel erkämpft sich die deutsche Nationalelf ein Unentschieden gegen Weltmeister Frankreich. Löws Team zeigt viel Einsatz und wirkt deutlich stabiler. Im Angriff fehlt das nötige Glück.

Fußball Nations League München Deutschland vs Frankreich (picture-alliance/Baumann/J. Rahn)

Gezeichnet von Rüdigers Stollenschuh: Frankreichs Pavard

Leidenschaftlich, temperamentvoll - zum geglückten Neustart fehlte nur ein Tor: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Weltmeister Frankreich zum Auftakt der neu geschaffenen Nations League mit einer couragierten Vorstellung ein 0:0 abgetrotzt. 71 Tage nach der historischen WM-Blamage verbreitete das Team von Bundestrainer Joachim Löw dabei phasenweise Aufbruchstimmung.

Der entthronte Weltmeister trat in München äußerst engagiert auf, eine mangelhafte Chancenverwertung in der Schlussphase und der starke französische Torwart Alphonse Areola verhinderten aber einen Prestigeerfolg gegen die Equipe Tricolore. Damit wartet das deutsche Team seit 31 Jahren auf einen Heimsieg gegen Frankreich und feierte in den vergangenen zehn Länderspielen nur zwei Siege. 

Vier gelernte Innenverteidiger bringen Stabilität

Defensiv stand das DFB-Team in der ausverkauften Arena aber gut sortiert, auch wenn das starke Wunderkind Kylian Mbappe seine Klasse immer wieder unter Beweis stellen konnte. Das Engagement und das Rückzugsverhalten nach Ballverlusten stimmten beim Löw Team. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten aber im ersten Durchgang Mangelware. Timo Werner prüfte von der Strafraumgrenze als Erster Areola (18. Minute).

Fußball Nations League München Deutschland vs Frankreich (Reuters/M. Dalder)

Mbappe sorgte für Zungenschnalzer: die deutschen Spieler für viele kernige Zweikämpfe

Der Gastgeber war in der Folge äußerst bemüht und leistete ein großes Laufpensum, der letzte Pass kam aber häufig nicht an. Es mangelte an Durchschlagskraft, auch die von Löw geforderten Läufe in die Tiefe waren zu wenig zu sehen. Bei einem Kopfball von Mats Hummels gab es zumindest wieder eine Torannäherung (35.). Auf der anderen Seite verhinderte Manuel Neuer bei einem Kopfball von Olivier Giroud (36.) einen Rückstand.

Der deutsche Kapitän war auch kurz nach der Pause bei einem Schuss von Topstar Antoine Griezmann gefordert (49.). Die Franzosen waren nun das bessere Team. Der individuellen Klasse und Raffinesse der Gäste setzte das DFB-Team Wille und Kampfkraft entgegen - und übernahm in den letzten 25 Minuten klar das Kommando. Reus (64.), Hummels (72.), Thomas Müller und Ginter (beide 75.) fanden aber ihren Meister in Keeper Areola. Löw brachte in der 66. Minute Ilkay Gündogan. Im Gegensatz zur WM-Generalprobe gegen Saudi-Arabien in Leverkusen waren bei der Einwechslung nur vereinzelt Pfiffe zu hören. 

In der Nations League geht es für das deutsche Team am 13. Oktober in Amsterdam gegen die Niederlande weiter.

jk,ck (sid,dpa)

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