DFB-Chef Grindel sieht sich fest im Sattel | Sport | DW | 28.09.2018
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Nach dem EM-Zuschlag

DFB-Chef Grindel sieht sich fest im Sattel

Auch unabhängig vom EM-Zuschlag für Deutschland versteht Reinhard Grindel die Aufregung um seine Person nicht. Der DFB-Präsident kritisiert in einem Interview erneut Ex-Nationalspieler Mesut Özil.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht seine Position nicht gefährdet - auch unabhängig davon, dass Deutschland den Zuschlag für die Fußball-EM 2024 erhalten hat. "Da es nie infrage stand, dass ich die geschlossene Unterstützung der Landesverbände und Bundesliga habe, stellt sich aus meiner Sicht die Frage überhaupt nicht", sagte Grindel im "ZDF-Morgenmagazin": "Nicht alles, was in den Zeitungen steht, ist immer richtig."

Der 54-Jährige ist bis zum DFB-Bundestag Ende September 2019 in Frankfurt am Main gewählt. Als Präsident habe er durch das Kontinentalturnier in sechs Jahren "natürlich jetzt mehr Verantwortung", sagte Grindel, "weil wir den Erwartungen der UEFA gerecht werden müssen, alles dafür zu tun, dass das wirtschaftlich ein Erfolg wird."

"Ich finde das nicht in Ordnung"

Unter anderem durch den Umgang mit der Affäre um Mesut Özil war Grindel zuletzt öffentlich unter Druck geraten. In dem ZDF-Interview kritisierte der DFB-Chef den zurückgetretenen Nationalspieler. "Ich finde, das ist nicht in Ordnung, dass hier jede Kommunikation verweigert wird", sagte Grindel. Bundestrainer Joachim Löw habe sich in den letzten Monaten "telefonisch, per SMS und jetzt durch seinen Besuch auf dem Trainingsgelände von Arsenal wirklich bemüht". Der DFB, so Grindel, habe Özil "unheimlich viel zu verdanken. Er hat einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet, dass wir 2014 Weltmeister geworden sind. Aber er hat auch Jogi Löw eine ganze Menge zu verdanken."

Löw ist von Özil enttäuscht

Löw äußerte sich am Rande der EM-Vergabe in Nyon enttäuscht über Özils Verhalten. "Logischerweise hätte ich mir erhofft, dass mich ein Spieler, der so lange mit mir gearbeitet hat, persönlich anruft. Und wenn es nur für eine Minute ist", sagte der Bundestrainer. "Das war bislang immer der Fall. Das hätte ich erwartet - gerade von Mesut." Eine Aussprache mit Özil, so Löw, "liegt mir nach wie vor am Herzen".

sn/ck (dpa, sid)

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