Deutschland tritt Allianz der Kohleausstiegsländer bei | Aktuell Deutschland | DW | 22.09.2019
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"Powering Past Coal Alliance"

Deutschland tritt Allianz der Kohleausstiegsländer bei

Gegründet wurde die Allianz auf der COP23, der UN-Klimakonferenz in Bonn. Zwei Jahre später darf auch der damalige Gastgeber in den Klub der Kohleausstiegsländer. Dank der Klimabeschlüsse vom Freitag.

BG Windernergie | Rheinisches Braunkohlerevier (picture-alliance/dpa/S. Ziese)

Fossile und nachhaltige Energiegewinnung im Rheinischen Braunkohlerevier

Deutschland tritt an diesem Sonntag der internationalen Allianz für den Kohleausstieg bei. Der Schritt soll am Rande des UN-Klimagipfels in New York verkündet werden. Für Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist der Kohleausstieg ein zentraler Baustein für den weltweiten Klimaschutz: "Mit den Beschlüssen des Klimakabinetts bekennt sich die Bundesregierung offiziell zum Kohleausstieg. Damit können wir endlich auch der Allianz der Kohleausstiegsländer beitreten", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. 

Die Allianz zeige, dass die Kohleverstromung in den verschiedenen Teilen der Welt zum Auslaufmodell werde. "Wenn ein großes Industrieland wie Deutschland sich von Atom und Kohle verabschiedet und seine Energieversorgung schrittweise vollständig auf erneuerbare Energien umstellt, ist das auch ein starkes Signal für andere Teile der Welt", unterstrich die Umweltministerin.

Reportage Bottrop nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus | Zeche Prosper-Haniel (DW/C. Grün)

Das letzte deutsche Steinkohle-Bergwerk wurde im November 2018 dicht gemacht

Kohleverstromung endet in zwanzig Jahren

In Deutschland sollen bis spätestens 2038 schrittweise alle Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 42,5 Gigawatt vom Netz genommen werden, nach Möglichkeit schon bis 2035. Bis 2030 soll die Kraftwerksleistung auf 17 Gigawatt reduziert werden.

Kanada und Großbritannien hatten die sogenannte "Powering Past Coal Alliance" im November 2017 auf der Bonner Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP23) ins Leben gerufen. Die Allianz umfasste bislang 30 nationale Regierungen sowie Regionen und Unternehmen. Die Mitglieder bekennen sich dazu, den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stoppen, die internationale Kohlefinanzierung zu beenden, ein Datum für den Kohleausstieg festzulegen und ihre nationalen Klimaschutzmaßnahmen auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Mit den Beschlüssen des Klimakabinetts vom Freitag hat nun auch Deutschland die Weichen dafür gestellt.

rb/se (dpa)

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