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Politik

Deutsche Soldaten in Litauen eingetroffen

1. Februar 2017

Deutschland übernimmt in Litauen die Führungsrolle beim Aufbau des NATO-Bataillons. Dazu wurden nun erste Einheiten zur Stärkung der NATO-Ostflanke in den Baltenstaat verlegt - zur Abschreckung und Friedenssicherung.

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Litauen Bundeswehrsoldaten landen in Kaunas
Bild: picture-alliance/AP Images/M. Kulbis

Mit zwei Transall-Transportmaschinen landeten 70 Soldaten auf dem Flughafen der Stadt Kaunas. Die Einheit wird auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla untergebracht. Dort sollen die Soldaten gemeinsam mit Truppen aus Belgien, den Niederlanden und Norwegen bis Jahresmitte die Einsatzbereitschaft des NATO-Gefechtsverbands herstellen.

"Wir sind hier, um wirklich ein starkes Zeichen der Bündnissolidarität zu setzen", sagte Oberstleutnant Christoph Huber, der Kommandeur des NATO-Bataillons, der Deutschen Presse-Agentur in Kaunas. Deutschland wird im Februar insgesamt rund 450 Soldaten nach Litauen verlegen. Auch etwa 200 Militärfahrzeuge, darunter 20 "Marder"-Schützenpanzer und sechs "Leopard 2"-Kampfpanzer, sollen bis Monatsende in den Baltenstaat gebracht werden.

Oberstleutnant Christoph Huber (vorne) vom Vorauskommando in Litauen
Oberstleutnant Christoph Huber (vorne) vom Vorauskommando in Litauen Bild: picture-alliance/dpa/Bundeswehr/C. Hochholzer

Das Vorauskommando unter Führung von Huber war bereits in der Vorwoche eingetroffen. Huber zeigte sich zufrieden mit den Bedingungen für die Truppen und der Infrastruktur in Rukla.

Sorge im Baltikum und Polen

Litauen und andere östliche NATO-Mitglieder sind wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine um ihre Sicherheit besorgt. Die NATO hatte deshalb bei ihrem Gipfel im Juli 2016 die Entsendung von je etwa 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und Polen beschlossen. Bei dem Einsatz in Litauen handle es sich um eine "rein defensive Maßnahme", die zur Erhaltung des Friedens beitrage, sagte Huber. Es gebe "keinerlei Anzeichen", dass der Ernstfall "greifbar" wäre. Der Baltenstaat sei ein "Land im tiefsten Frieden", so der kommandierende Offizier.

cgn/pab (ap, dpa)