Deutsche Leichtathletinnen sammeln Edelmetall | Aktuell Deutschland | DW | 10.08.2018
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Leichtathletik-EM

Deutsche Leichtathletinnen sammeln Edelmetall

Einmal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze. Bei der Leichtathletik-EM in Berlin präsentierten sich die deutschen Sportlerinnen in Topform. Dominierend war Speerwerferin Christin Hussong. Sie siegte mit neuem EM-Rekord.

Mit satten 67,90 Metern ließ Hussong (Artikelbild)die Konkurrenz weit hinter sich. Bereits in der Qualifikation hatte die Speerwerferin aus Zweibrücken weit vor dem Rest des Feldes gelegen. Bei den Dreispringerinnen schaffte Kristin Gierisch den Sprung aus Treppchen. Die 27-Jährige aus Chemnitz kam im Olympiastadion im ersten Durchgang auf 14,45 Meter, holte Silber und musste sich nur der Griechin Paraskeví Papahristou (14,60) geschlagen geben. Es war die erste Medaille überhaupt für eine deutsche Dreispringerin bei einer großen Freiluft-Meisterschaft, zuvor waren DLV-Athletinnen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften stets leer ausgegangen.

European Championships Dreisprung in Berlin Leichtathletik Kristin Gierisch (picture-alliance/AP Photo/M. Schrader)

In drei Sprüngen zu Silber: Kristin Gierisch

Aus nach Autounfall

Im Siebenkampf holte sich Carolin Schäfer Bronze. Mit einem starken 800 Meter-Lauf sicherte sich Schäfer den dritten Rang. Gold ging an Weltmeisterin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien (6816) vor der Britin Katarina Johnson-Thompson (6759).

European Championships in Berlin Siebenkampf Carolin Schäfer (picture-alliance/dpa/S. Hoppe)

Stürmte auf Platz drei: Carolin Schäfer

Der Wettkampf war überschattet vom Autounfall der deutschen Athletinnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt. Beide konnten nicht mehr an den Start gehen. Die 21 Jahre alte Grauvogel (Saarbrücken) und ihre fünf Jahre ältere Teamkollegin Arndt (Leverkusen) befanden nach der Morgensession auf dem Weg vom Olympiastadion ins Hotel, als sich der Unfall ereignete. Die beiden Athletinnen wurden im Anschluss zur Beobachtung in eine Berliner Klinik gebracht, Grauvogel konnte das Krankenhaus am frühen Abend wieder verlassen.

"Keine schwerwiegenden Verletzungen"

"Nach Aussage des DLV-Ärzteteams liegen im Ergebnis der medizinischen Untersuchungen keine schwerwiegenden und nachhaltigen Verletzungen vor", sagte Idriss Gonschinska, leitender Direktor Sport beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). "Das Wichtigste ist jetzt, dass sie bald wieder gesund werden."

Nach ihrem nervenstarken Lauf zu EM-Bronze dachte Carolin Schäfer als erstes an ihre fehlenden Teamkolleginnen. "Es ist ein schlimmes Gefühl, wenn man hier zwei Tage durchsteht und dann so etwas passiert. Den Sieg teile ich mit Euch!", sagte sie in der ARD und schickte Genesungswünsche in Richtung Louisa Grauvogel und Mareike Arndt.

European Championships in Berlin Hochsprung Marie-Laurence Jungfleisch (picture-alliance/dpa/H. Schmidt)

Sprung in die Europas Spitze: Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch

Die deutsche Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart gewann mit 1,96 Metern Bronze im Hochsprung. Für die 27 Jahre alte Sportsoldatin ist es die erste Medaille bei einem internationalen Titelkampf. Weltmeisterin Maria Lasitskene aus Russland holte als neutrale Athletin auch bei der EM den Titel mit 2,00 Metern vor der höhengleichen Bulgarin Mirela Demirewa.

cgn/ml (dpa, sid)

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