Deutsche Arbeitslosenzahl auf Rekordtief | Wirtschaft | DW | 28.09.2018
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Arbeitsmarkt

Deutsche Arbeitslosenzahl auf Rekordtief

Zum Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres kommt der Arbeitsmarkt wieder in Schwung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt auf den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Mit dem Herbstbeginn ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im September auf 2,256 Millionen Menschen zurückgegangen. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 1991. Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Jobsucher um 94.000 ab, im Vorjahresmonat hatte sie noch um 192.000 höher gelegen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent.

"Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung setzt ihren Wachstumskurs fort, und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen hat wieder angezogen", sagte BA-Chef Detlef Scheele. "Die Arbeitsmarktentwicklung ist somit anhaltend gut." Im September fällt die Arbeitslosigkeit in der Regel recht kräftig, da Unternehmen nach der Ferienzeit verstärkt neu einstellen und viele junge Leute nach Abschluss von Schule oder Ausbildung einen Job beginnen. Werden solche saisonalen Schwankungen ausgeklammert, sank die Arbeitslosigkeit um 23.000 zum Vormonat.

Viele unbesetzte Stellen

Bei der Bundesagentur waren im September zugleich etwa 834.000 offene Stellen gemeldet - 61.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamtes im September bei 45,01 Millionen - das ist ein Plus von 31.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 565.000 Erwerbstätige mehr. Der Anstieg beruhe allein auf mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sagen in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung einen anhaltenden Rückgang der Arbeitslosigkeit voraus. Bis 2020 soll die Zahl bei durchschnittlich 2,1 Millionen liegen. Grund ist der Konjunkturaufschwung. "Gleichzeitig haben Unternehmen offenbar zunehmend Probleme, genügend Arbeitskräfte für ihre Produktion zu finden", erklärten die Ökonomen.

zdh/hb (dpa, rtr)

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