Der ″unabsteigbare″ Labbadia | Mehr Sport | DW | 23.02.2018
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Bundesliga

Der "unabsteigbare" Labbadia

Zu wenig für ein Debüt? Zum Auftakt seiner Rettungsmission beim VfL Wolfsburg verpasst Bruno Labbadia die Trendwende. Mit dem Remis gegen Mainz haben die Wölfe weiter nur einen knappen Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Am Montag erst hat er den Trainerjob übernommen und kehrte nach 516 abstinenten Tagen zurück in die Bundesliga. Bruno Labbadia - er soll es beim VfL Wolfsburg richten. Immerhin: Labbadia ist noch nie mit einem seiner Klubs abgestiegen. Das soll auch so bleiben. 

Die Wolfsburger hatten zuletzt nur einen Sieg aus zehn Partien mitgenommen. Im Freitagsspiel an diesem 24. Spieltag traf der Kroate Josip Brekalo (6.) für die Wölfe. Und dabei wäre mehr drin gewesen, sogar der Sieg: "Wir haben ein ganz ordentliches Auswärtsspiel gemacht, aber wir hätten mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Es ist völlig verdient, dass wir einen Punkt mitnehmen. [...] der Trainer hat uns gut eingestellt", sagte VfL-Abwehrspieler Paul Verhaegh nach dem Schlusspfiff.

Nicht nur gut eingestellt, sondern in der Mannschaft auch umgestellt. Denn mit Brekalo brachte Labbadia einen, der sonst nicht unbedingt in der Startelf zu sehen war. Und so musste er vor 25.173 Zuschauern in der Mainzer Arena nicht lange auf den ersten Jubel warten.

Etappenziel verpasst

Allerdings blieb es bei diesem einen Jubel zu Beginn des Kellerduells. Die Gastgeber aus Mainz trafen zum 1:1 durch Yoshinori Muto, der kurz zuvor für den verletzten Emil Berggreen eingewechselt wurde. Durch diesen Treffer verfehlte der neue VfL-Coach sein erstes Etappenziel.

Labbadia ist nach Andries Jonker und Martin Schmidt bereits der dritte Wolfsburger Trainer in der laufenden Saison. Der 52-Jährige hat bei den Wölfen einen Vertrag bis 2019 erhalten. Labbadia muss aus einem knapp 150 Millionen Euro teuren Kader mit einer Ansammlung von Einzelkönnern eine Mannschaft formen. In der Partie gegen Mainz ist ihm das immerhin besser geglückt, als zuletzt seinem Vorgänger.  "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Viele Dinge sind aufgegangen, wir haben gut verlagert und den Ball gut zirkulieren lassen.", sagte der VfL-Trainer. "Wir wollen gut Fußball spielen, aber das muss über die Arbeit kommen. Wir haben heute sehr viele gute Torchancen ungenutzt gelassen."

Das Unentschieden reicht nicht, um den Job von Sportdirektor Olaf Rebbe zu sichern. Seit dessen Amtsantritt vor 14 Monaten hat der 39-Jährige Nachfolger von Klaus Allofs 112 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben. Dennoch konnten sich die Wolfsburger in der vergangenen Saison erst in der Relegation retten und befinden sich nun erneut im Abstiegskampf. Den soll der "unabsteigbare" Labbadia mit den Wölfen gewinnen. In Hamburg und Stuttgart hat es ja auch schon einmal geklappt. 

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