Der ″Drache″ ist gelandet | Welt | DW | 10.10.2012
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Welt

Der "Drache" ist gelandet

Der private US-Raumtransporter "Dragon" hat bei der Internationalen Raumstation ISS angedockt. "Dragon" liefert der Crew im Weltall überlebenswichtiges Material - und eine süße Überraschung.

Der erste private US-Raumfrachter, den die Weltraumbehörde Nasa in ihrer Geschichte für einen Versorgungsflug ins All gechartert hat, war am Sonntag in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Seinen ersten Testflug zur ISS hatte der "Drache" bereits im Mai erfolgreich absolviert.

Weil "Dragon" über kein Kopplungsaggregat verfügt, musste die Crew der ISS einiges tun, um die unbemannte Transportkapsel an ihre Station festzumachen. Mit einem Roboterarm konnte der "Drache" schließlich eingefangen werden, wie das Kontrollzentrum der Weltraumbehörde mitteilte.

400 Kilogramm Gastgeschenke hat "Dragon" für die Bewohner der Internationalen Raumstation ins All transportiert. Das müssen die Astronauten jetzt erst einmal auspacken. Und sie werden sich freuen. Denn der Raumfrachter liefert ihrer Station nicht nur wissenschaftliche Geräte und Ersatzteile: Auch Vanille-Eiscreme und Schokoladensoße hat "Dragon" mit im Gepäck, verriet ein Mitarbeiter der Nasa.

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Rückblick: Der "Dragon"-Start

Der erste von zwölf Transportflügen

Der Gefrierschrank an Bord von "Dragon" erfüllt aber auch noch einen anderen Zweck: Auf dem Rückweg soll er Urin- und Blutproben für medizinische Experimente kalt halten. Wenn "Dragon" am 28. Oktober die Rückreise antritt, wird er außerdem 562 Kilogramm Müll und wissenschaftliche Geräte mit zur Erde zurücknehmen.

Weil die Nasa keinen eigenen Space Shuttle mehr hat, müssen jetzt andere für sie fliegen. Bis 2016 hat die Weltraumbehörde zwölf Transportflüge für 1,6 Milliarden Dollar bei der kalifornischen Privatfirma SpaceX gebucht. "Dragon" war der erste von ihnen.

vf/se (dpa, dapd, afp)

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